Wegen angeblich echter Zaubersprüche

Nach Warnung von Exorzisten: Schule in den USA verbannt "Harry Potter"-Bücher

Eine Schule in den USA hat Bücher der "Harry Potter"-Reihe aus der Bücherei verbannt.
Eine Schule in den USA hat Bücher der "Harry Potter"-Reihe aus der Bücherei verbannt.
© picture-alliance / dpa, Arne Dedert, kd/rf

03. September 2019 - 15:20 Uhr

Hier soll böse Magie am Werk sein

Die katholische Schule St. Edward in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee hat auf Anraten ihres Pastors die "Harry Potter"-Romane verbannt. Die Begründung: Die Bücher enthielten echte Zaubersprüche, die böse Geister heraufbeschwören. Das hätten Teufelsaustreiber bestätigt.

Zaubersprüche sollen "böse Geister heraufbeschwören" können

In einer E-Mail hatte sich Pastor Dan Reehil an die Eltern seiner Schüler gewandt: "Die Bücher stellen Magie sowohl als Gut als auch als Böse dar, was nicht wahr ist. Es ist eine kluge Täuschung. Die Flüche und Zaubersprüche, die in den Büchern verwendet werden, sind echt und können, wenn sie von Menschen gelesen werden, böse Geister heraufbeschwören", wird Reehil in der Lokalzeitung "The Tennessean" zitiert. Mehrere Exorzisten in den USA und in Rom hätten ihm empfohlen, die Bücher zu entfernen.

Schulbücherei ist jetzt Harry Potter frei

Rebecca Hammel von der katholischen Diözese in Nashville erklärte, die katholische Kirche habe keine offizielle Haltung zu der beliebten Zauberer-Reihe. Es stehe dem Pastor jedoch frei, entsprechende Maßnahmen in der ihm zugeteilten Schule durchzuführen.

Die Bücherserie von J.K. Rowling zieht weltweit Millionen Fans in den Bann. Allerdings ist es nicht das erste Mal, dass das "Harry Potter"-Universum den Zorn der katholischen Kirche auf sich zieht. Erst im April ließen katholische Priester in Polen "Harry Potter"-Bücher verbrennen und verbreiteten Fotos von der ominösen Aktion auf Facebook.