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Nach verhindertem Suff-Flug: Japan kündigt strengere Regeln für Piloten an

Nach verhindertem Suff-Flug: Japan kündigt strengere Regeln für Piloten an

ARCHIV - 30.04.2015, Japan, Tokio: Japan Airlines (JAL) Flugzeuge sind auf dem Rollfeld am Haneda Airport zu sehen. Japans Luftfahrtbranche macht mit Alkoholproblemen ihres Flugpersonals peinliche Schlagzeilen. Verkehrsminister Ishii sah sich am Frei
Ein Japan-Airlines-Pilot wollte fliegen, obwohl er Alkohol getrunken hatte (Symbolbild).
cj mda gfh, dpa, Christopher Jue

Busfahrer bemerkt Fahne - japanischer Co-Pilot wollte trotz Rausch fliegen

Ein Busfahrer auf dem Flughagen London Heathrow hat wohl Schlimmeres verhindert. Ihm fiel auf, dass ein 42-jähriger Co-Pilot der japanischen Fluglinie Japan Airlines (JAL) stark nach Alkohol roch. Daraufhin wurde der Pilot festgenommen.

Zwei Flaschen Wein und zwei Liter Bier intus

Der Japaner hatte nach Angaben japanischer Medien in der Nacht vor dem Flug zwei Flaschen Wein und fast zwei Liter Bier getrunken - was weit über dem in Großbritannien Erlaubten liegt. Einen Alkoholtest der japanischen Fluglinie bestand der Mann jedoch problemlos. Erst dem Fahrer eines Flughafenbusses fiel der Alkoholgestank des Japaners auf, woraufhin er die Polizei alarmierte. Die Maschine hob deswegen verspätet und nur mit zwei statt der üblicherweise drei Piloten Richtung Tokio ab. Vor einem britischen Gericht gab der Pilot zu, mehr als dort erlaubt getrunken zu haben. Doch der Japaner ist kein Einzelfall.

Transportminister will striktere Regeln einführen

In letzter Zeit kommen immer wieder Fälle von Alkoholmissbrauch in Japans Luftfahrtbranche ans Tageslicht. So musste sich der JAL-Konkurrent All Nippon Airways (ANA) dieser Tage für Verspätungen auf Japans Urlaubsinsel Okinawa entschuldigen, weil einem der Piloten nach einer durchzechten Nacht unwohl war. Ein JAL-Flugbegleiter wurde zudem dabei erwischt, wie er während eines Fluges ein Bier auf einer Kabinentoilette trank. Man werde sich die Standards in anderen Ländern anschauen und striktere Regeln einführen, versprach Transportminister Ishii. Es werde alles getan, um die Flugsicherheit zu gewährleisten, hieß es.