Areal soll viermal so groß werden

Nach verheerendem Feuer: Krefelder Zoo plant jetzt ein neues Affenzentrum

05. Juni 2020 - 14:55 Uhr

Affen-Haltung soll erweitert werden

In der Silvesternacht starben im Krefelder Zoo rund 50 Gorillas, Orang-Utans und ein Schimpanse bei einem Brand. Die Trauer über den Tod der Besucher-Lieblinge war groß. Ein halbes Jahr nach dem verheerenden Feuer hat der Zoo nun die Pläne für einen Neubau präsentiert.

Vierfache Fläche

Schon kurz nach dem Brand stand fest, dass der Zoo weiterhin Menschenaffen halten will – und das auf deutlich größerer Fläche. Für das vorgesehen Artenschutzzentrum soll der Zoo um 4000 Quadratmeter vergrößert werden. Das zusätzliche Gelände gehört der Stadt und grenzt direkt an das Zoogelände, wo bislang das Affenhaus stand. Damit vergrößert sich der Bereich, wo die Menschenaffen gehalten werden, um das Vierfache auf zwei Hektar. Auch die Zahl der dort gehaltenen Menschenaffen soll erhöht werden.

Rund 50 Tiere starben in den Flammen

ARCHIV - 01.01.2020, Nordrhein-Westfalen, Krefeld: Feuerwehrleute stehen nach Löscharbeiten vor dem Affenhaus im Krefelder Zoo. Nach dem verheerenden Brand zu Jahresbeginn stellen in Krefeld Zoo und Stadt am 04.06.2020 einen Entwurf für das geplante
An Silvester brannte das Affenhaus im Krefelder Zoo ab.
© dpa, Andreas Drabben, mg

Einige der verbrannten Gorillas, Orang-Utans und Schimpansen hatten teilweise seit Jahrzehnten im Zoo gelebt. Auslöser des Feuers war nach Ermittlungen der Polizei eine Himmelslaterne, die an Silvester auf dem Dach des Affengeheges landete.

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Tierliebhaber spenden für das neue Affenzentrum

Einen Wiederaufbau des Affengeheges unterstützen auch Tierliebhaber: Nach dem Unglück hat der Zoo bislang rund 2,5 Millionen Euro an Spenden für das geplante "Artenschutzzentrum Affenpark" erhalten. Bis Primaten das neue Zuhause beziehen können, wird es aber wohl noch etwas dauern: In zwei bis vier Jahren könnten wieder Orang-Utans, Gorillas und Schimpansen nach Krefeld kommen.