Auch sie könnten auf die Fahrbahn stürzen

Nach Unfall auf der A3: Sechs weitere Betonplatten werden abgebaut

Nach dem tödlichen Unfall auf der A3
Nach dem tödlichen Unfall auf der A3
© dpa, Rolf Vennenbernd, ve axs

19. November 2020 - 12:17 Uhr

Sechs weitere Platten stellen eine Gefahr für Autofahrer dar

Nach dem Betonplatten-Unfall auf der A3 in Köln haben Arbeiter damit begonnen, weitere Platten der Lärmschutzwand abzubauen. Eine der Verkleidungen hatte sich gelöst und war auf das Auto einer 66-Jährigen gestürzt. Die Frau wurde erschlagen. Nun sollen weitere gefährliche Unfälle verhindert werden.

Betonverkleidungen nicht ordnungsgemäß befestigt

Wie sich bei den Ermittlungen herausstellte, war die Betonplatte nicht ordnungsgemäß angebracht worden. Laut Verkehrsministerium hatte man die zu groß geratenen Platten 2007 mit einer absichtlich improvisierten Konstruktion samt einer eingeschweißten Schraube angebracht. Die Schraube an der Unfallplatte riss.

Bei der Untersuchung der anderen Verkleidungen der Lärmschutzwand, stellte sich heraus, dass sechs weitere Platten ebenfalls auf diese Weise befestigt wurden. Sie werden aus Sicherheitsgründen nun entfernt.

Betonteil stürzt auf Wagen
Eine große Betonplatte einer Lärmschutzwand ist auf der Autobahn 3 bei Köln auf einen Wagen gestürzt und hat eine Autofahrerin getötet. Foto: Feuerwehr Köln/dpa
© deutsche presse agentur

Ermittlungen zum tödlichen Unfall laufen

Für die Arbeiten wurden drei Spuren in Fahrtrichtung Oberhausen gesperrt, zwei blieben frei. Ein Schwerlast-Kran war vor Ort, um die 5 Tonnen schweren Platten zu heben. Auch die Polizei ist vor Ort, um Beweisfotos zu machen und die Metallteile, an denen die Platten befestigt wurden, sicherzustellen.

Die Arbeiten an der A3 sollen laut Straßen.NRW am Donnerstag spätestens gegen 15 Uhr beendet sein. Die Arbeit der Polizei vor Ort wollte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft nicht kommentieren. Die Ermittlungen zu dem Vorfall liefen weiter.

Das Entsetzen nach dem Unfall am Freitag, den 13. November, war groß. Die 66-Jährige fuhr mit ihrem Wagen auf der rechten Spur, als die Platte plötzlich ihr Auto zerquetschte. Die Fahrerin hatte keine Chance und konnte nur noch tot geborgen werden.