Justiz

Nach Überfall auf Geldtransporter Sportwagen sichergestellt

Gut eine Woche nach dem Überfall auf einen Geldtransporter in Berlin-Wilmersdorf mit vier Verletzten hat die Polizei den mutmaßlichen Fluchtwagen sichergestellt. Wie die Berliner Staatsanwaltschaft mitteilte, handelt es sich um eine Sportlimousine, die nicht so häufig auf den Straßen zu sehen ist. Der Wagen sei am Freitag auf einem Firmengelände im Bezirk Mitte sichergestellt worden, sagte ein Behördensprecher. Umfangreiche kriminaltechnische Untersuchungen - etwa die Suche nach DNA-Spuren - seien sofort eingeleitet worden. Die Täter sind bislang noch nicht gefasst.

Mehrere Personen hatten den Geldtransporter am 29. Juni vor einer Filiale der Postbank in der Uhlandstraße überfallen. Dabei hatten sie zwei 39 und 49 Jahre alte Bedienstete eines Transportunternehmens sowie zwei Bankangestellte im Alter von 57 Jahren mit Reizgas attackiert und mehrere Schüsse abgegeben, bevor sie in einem Auto in Richtung Mecklenburgische Straße flüchteten. Laut Staatsanwaltschaft erbeuteten die Täter rund 266 000 Euro.

Der mutmaßliche Fluchtwagen sei aufgrund der Aussagen von Zeugen ermittelt worden, erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der Wagen sei auf eine Firma zugelassen, die mit einer Autovermietung verbunden sei, hieß es. Die Art der Geschäftsbeziehung müsse jedoch noch geklärt werden, so der Sprecher. Bislang gebe es noch keine Hinweise auf Clan-Kriminalität. Aber auch dies werde geprüft.

In Berlin gab es in den vergangenen Jahren eine Reihe von Überfällen auf Geldtransporter, davon mehrere spektakuläre Fälle im Sommer 2020. Im vergangenen September hatte das Berliner Landgericht einen der Täter eines Überfalls zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Das Mitglied eines bekannten arabischstämmigen Clans war im Februar 2021 als falscher Müllmann an einem Überfall auf einen Geldtransporter mit rund 650 000 Euro Beute beteiligt.