Er lebte in einer psychiatrischen Klinik

Nach Tsunami für tot erklärt: Polizist nach über 16 Jahren lebend gefunden

Die Familie von Abrip Asep ging über 16 Jahre lang davon aus, dass er nicht mehr lebt.
Die Familie von Abrip Asep ging über 16 Jahre lang davon aus, dass er nicht mehr lebt.
© Facebook/subsektorblangbintang

19. März 2021 - 16:16 Uhr

Hunderttausende Tote bei Naturkatastrophe im Jahr 2004

230.000 Menschen verloren beim verheerenden Tsunami im Indischen Ozean 2004 ihr Leben. Als eines der Opfer galt auch Abrip Asep – ein Polizist, der während der Naturkatastrophe in Indonesiens westlichster Provinz Aceh im Einsatz war. Jetzt fand seine Familie heraus: Ihr seit über 16 Jahren vermisster Verwandter lebt. Die traumatischen Erlebnisse haben bei ihm schwere psychische Wunden hinterlassen darum wurde er in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Weshalb seine Familie nie eine Nachricht darüber erhielt, dass er sich in der Klinik aufhielt, ist unklar.

Abrip Asep nach Tsunami in Indonesien für tot erklärt

Abrip Asep
Dass Abrip Asep wieder mit seiner Familie vereint wurde, war ein glücklicher Zufall.
© Polsubsektor Blang Bintang

Über 30 Meter hohe Wellen überfluteten am Zweiten Weihnachtstag 2004 weite Teile Südostasiens. Als sie von Abrip Asep nichts mehr hörte, meldete ihn seine Familie als vermisst, wie die "Daily Mail" berichtet. Später wurde er für tot erklärt, und für seine Angehörigen war traurige Gewissheit: Sie würden Abrip nie wiedersehen.

Bilder des Polizisten in sozialen Medien aufgetaucht

Dass der Polizist nun lebend gefunden wurde, war ein glücklicher Zufall: In einem Familiengruppen-Chat in den sozialen Medien waren Bilder des Vermissten aufgetaucht. Daraufhin wurde Asep in der psychiatrischen Klinik in der Provinz Aceh gefunden und mit seiner Familie wiedervereint.

"Ich konnte es nicht glauben", erklärte ein Verwandter. "Wir haben 17 Jahre nichts von ihm gehört und dachten, er sei tot." Die örtliche Polizei bestätigte, dass es sich bei dem gefundenen Mann um Abrip Asep handelt. Nach Angaben des "New Zealand Herald" ist er bei guter Gesundheit.

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Eine der größten Katastrophen der Menschheitsgeschichte

Tsunami in Indonesien 2004
Beim verheerenden Tsunami im Indischen Ozean 2004 starben 230.000 Menschen.
© dpa, epa Andy Rain

Der Tsunami vom 26. Dezember 2004 gilt als eine der größten Katastrophen in der Geschichte der Menschheit. Er wurde durch ein Seebeben mit einer Stärke von 9,1 vor der Nordwestküste Sumatras ausgelöst. Ausläufer der riesigen Welle waren sogar bis Madagaskar und Tansania sichtbar.

Die am schlimmsten betroffene Region war Aceh an der Nordwestspitze der indonesischen Insel Sumatra. Allein hier fanden etwa 170.000 Menschen den Tod. Große Teile der Provinzhauptstadt Banda Aceh bestanden nur noch aus Trümmerteilen und Mauerresten.