Mutter und ihre zwei Kinder von Flugzeug erfasst

Nach Flugunfall auf der Wasserkuppe: Prozess gegen Pilot beginnt

02. März 2021 - 17:43 Uhr

60-jähriger Pilot wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

Knapp zweieinhalb Jahre nach einem tödlichen Flugunfall auf Hessens höchstem Berg, der Wasserkuppe, muss sich der Pilot vom 2. März an vor dem Landgericht Fulda verantworten. Der 60-Jährige aus Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz ist wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Gefährdung des Luftverkehrs angeklagt. Er soll bei der Landung mit seiner einmotorigen Propellermaschine auf dem Landeplatz Wasserkuppe im Oktober 2018 den Tod einer Frau und ihrer beiden Kinder verursacht haben.

Flugzeug rast über Landebahn hinaus

Bei dem Unglück am 14. Oktober 2018 war das Leichtflugzeug über die Landebahn hinausgerast und hatte die 39 Jahre alte Mutter und ihre beiden Kinder (11 und 12) getötet. Die Maschine durchbrach eine Schranke und erfasste die Passanten auf einem angrenzenden Fußweg mit noch laufendem Propeller.

Pilot äußert größtes Bedauern: "Es tut mir wahnsinnig leid"

Zum Auftakt des Prozesses hat der angeklagte Pilot den Angehörigen sein tiefes Bedauern ausgedrückt. "Es tut mir wahnsinnig leid", sagte der Mann am Dienstag vor dem Landgericht Fulda. "Ich kann nicht verstehen, wie dieser schlimme Unfall passieren konnte, der so viel Leid gebracht hat." Bis heute denke er täglich an den Unfall und träume nachts davon. Sein Anwalt erklärte, sein Mandant würde alles dafür geben, den Flug ungeschehen zu machen.

Quelle: DPA