Er fiel plötzlich aus dem Flugzeug

Todessturz über London: Polizei veröffentlicht Phantombild des blinden Passagiers

© Pressebild, Metropolitan Police

18. Oktober 2019 - 16:19 Uhr

Blinder Passagier: Beim Landeanflug stürzte er in den Tod

Er wollte sich in einem Flugzeug heimlich nach Europa schmuggeln – und fiel beim Landeanflug in den Tod. Ende Juni war ein Unbekannter als blinder Passagier in einer Kenya-Airways-Maschine mitgeflogen. Er hatte sich unbemerkt in den Radkasten geschlichen, hatte dort stundenlang ausgeharrt. Als das Flugzeug in London landen wollte, stürzte er heraus und starb. Jetzt hat die Londoner Polizei ein Phantombild des Mannes veröffentlicht.

Todessturz über London: Opfer erfror im Radkasten des Flugzeugs

Blinder Passagier will nach London in Kenyan-Airlines-Maschine einreisen - und stürzt aus dem Flieger in den Tods
Ein Rucksack, angebrochene Flaschen und ein paar Schuhe: Mit nur spärlicher Ausrüstung wollte der blinde Passagier nach London einreisen.
© Pressebild, Metropolitan Police

Der Mann fiel einen Kilometer tief, prallte mit voller Wucht in einem Garten auf den Boden. Nur knapp verfehlte er dabei einen Mann, der gerade in einer Liege in der Mittagssonne döste. Er landete eine Armlänge weiter im Busch. Der Einschlag sei absolut verstörend gewesen, berichtete der Zeuge später – der Körper des Mannes sei regelrecht zerplatzt. Besonders tragisch: Der blinde Passagier soll schon während des Flugs im Radkasten des Fliegers erfroren und als "Eisblock" Richtung Erdboden getaumelt sein.

Die Obduktion der Leiche ergab, dass der Mann aufgrund einer Vielzahl von inneren und äußeren Verletzungen gestorben war. Selbst, wenn er nicht erfroren wäre – den Aufprall hätte niemand überlebt. Der Körper war dermaßen entstellt, dass die Polizei Monate brauchte, um mit einer speziellen Software das Aussehen des Mannes im Computer zu rekonstruieren.

Phantombild des Opfers: Londoner Polizei sucht Angehörige

In der Fahrwerksanlage des Flugzeugs entdecken die Beamten außerdem eine Tasche, Getränkeflaschen und Schuhe. Die Identität des blinden Passagiers ist der Polizei noch immer ein Rätsel – sie hofft, mit dem nun veröffentlichten Phantombild mehr Erfolg zu haben. "Dieser Mann hat irgendwo eine Familie, die sich Sorgen macht", zitiert die britische Boulevardzeitung "The Sun" einen Polizeisprecher. "Sie müssen wissen, was ihm zugestoßen ist."