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Für die Racheaktion muss sie nun Sozialstunden leisten

Nach Tinder-Date: Frau täuscht neun Monate lang Schwangerschaft vor

Jaclyn aus Schottland gaukelte ihrem Tinder-Date monatelang vor, schwanger zu sein.
Jaclyn aus Schottland gaukelte ihrem Tinder-Date monatelang vor, schwanger zu sein.
© deutsche presse agentur

26. Februar 2021 - 14:38 Uhr

Mit Fake-Bauch und falschen Ultraschallfotos

Für Jamie aus Schottland endete ein Tinder-Date im Juni 2019 in einem echten Albtraum. Nach einer betrunkenen Nacht in einem Hotel in Dundee behauptete sein Date Jaclyn, schwanger zu sein. Neun Monate lang spielte sie ihm vor, ein Baby zu erwarten und hetzte sogar seine Familie gegen ihn auf. Mit Ultraschallbildern und einem Fake-Babybauch überzeugte sie alle, hochschwanger zu sein. Ein Gericht in Perth verurteilte die 36 Jahre alte Frau nun zu 150 Sozialstunden.

Jamie und Jaclyn verbrachten im Juni 2019 eine Nacht in einem Hotel

Jamie hatte mehrere Wochen mit Jaclyn über die Dating-App hin- und hergeschrieben. Betrunken nach einer Hochzeit stimmte er dann einem Date zu. Die beiden trafen sich in einem Hotelzimmer in Dundee und verbrachten die Nacht miteinander. An einer Beziehung hatte Jamie aber kein Interesse. Doch damit hatte die Frau offenbar ein Problem. Zwei Wochen später meldete sich Jaclyn dann bei ihm und sagte, dass sie schwanger sei und das Baby unbedingt behalten wolle. Damit fing der Stress dann erst richtig an.

Britischen Medien zufolge sagte Jaclyn aus, zu Beginn wirklich schwanger gewesen zu sein. Nach ein paar Wochen habe sie dann aber eine Fehlgeburt erlitten, die sie Jamie verschwieg. Sie habe sich an ihm rächen wollen, dass er keine Beziehung mit ihr gewollt habe, darum gab sie vor, weiter schwanger zu sein.

Jaclyn hetzte Jamies Familie gegen ihn auf

Jaclyn nahm Kontakt zu Jamies Familie auf und wirkte so überzeugend, dass es zum Streit zwischen Jamie und seiner Mutter kam. Die Frau hatte die angebliche werdende Großmutter davon überzeugt, dass Jamie seiner Verantwortung nicht nachkomme und sie und sein Kind im Stich lasse. Um überzeugender zu sein, schickte sie Jamies Mutter sogar Ultraschallfotos, die in Wahrheit von Jaclyns schwangerer Schwester stammten.

Das Lügenkonstrukt der Frau drohte aufzufliegen, als Jamies Bruder, der in einem Trampolinpark in Dundee arbeitet, die angeblich im achten Monat schwangere Frau ohne dicken Bauch sah. Jaclyn schaffte sich daraufhin eine Bauch-Prothese an und ging erneut in den Trampolinpark, um Jamies Bruder zu sagen, dass er jederzeit eine Rolle im Leben seines angeblichen Neffen spielen dürfe. Jaclyn verlangte auch 300 Pfund (rund 344 Euro) für eine Wiege, die sie für das Baby kaufen wollte.

Weil kein Baby geboren wurde, flog die Lüge auf

Die Sache kam dann schließlich doch ans Licht, nachdem Jaclyn nach dem ausgerechneten Termin kein Baby zur Welt gebracht hatte. Jamie zeigte die Frau daraufhin bei der Polizei an. "Das ging monatelang so", zitierte ihn die "Daily Mail". Er habe die ganze Zeit nachts kaum ein Auge zubekommen, weil ihn die ganze Sache so sehr beschäftigt habe. "Ich verstehe nicht mal, warum sie mir das angetan hat", sagte Jamie laut dem Bericht. Er wünsche sich inzwischen, dass er sie nie getroffen hätte. Die ganze Geschichte sei ihm sehr unangenehm, aber er sei schließlich doch zur Polizei gegangen und habe Jaclyn angezeigt, weil er auch nicht gewollt habe, dass sie das beim nächsten One-Night-Stand dem nächsten Mann wieder antäte.

Jaclyn muss nun für die vorgegaukelte Schwangerschaft 150 Sozialstunden ableisten, wie das Gericht in Perth entschied. Laut der "Daily Mail" ist es außerdem sehr wahrscheinlich, dass die 36-Jährige ihren Job nach der Verurteilung ebenfalls verliert. Am Ende kommt sie die Racheaktion nach dem Tinder-Date also ziemlich teuer zu stehen.

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