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Dr. Zinn schätzt ein

Nach EMA-Aussage zu Thrombosen: AstraZeneca-Impfungen stoppen?

Dr. Zinn schätzt die neue Bewertung der EMA des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca ein.
Dr. Zinn schätzt die neue Bewertung der EMA des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca ein.
© RTL

07. April 2021 - 9:53 Uhr

Wie wird sich die EMA-Einschätzung auf die AstraZeneca-Impfungen auswirken?

"Wir können mittlerweile sagen, dass es klar ist, dass es einen Zusammenhang mit dem Impfstoff gibt." Diese Einschätzung gibt Marco Cavaleri, Chef der EMA-Impfabteilung, mit Blick auf die Thrombosen nach AstraZeneca-Impfungen in einem neuen Interview mit der italienischen Zeitung "Il Messaggero" ab. Wie sich die Einordnung des EMA-Experten auf zukünftige AstraZeneca-Impfungen auswirken könnte, erklärt Dr. Georg-Christian Zinn, Direktor Hygienezentrum Bioscientia, im RTL-Interview.

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Ein Grund, die AstraZeneca-Impfungen zu stoppen? Das sagt Dr. Zinn

Dass Thrombosen als Impfwirkung des AstraZeneca-Impfstoffs auftreten können, sei schon vor der Aussage des EMA-Experten bekannt gewesen, sagt Dr. Zinn. "Insofern ist das kein Geheimnis, dass die EMA als Zulassungsbehörde das auch einordnet."

Einen Grund, den Impfstoff "Vaxzevria" nun aus dem Verkehr zu ziehen, sieht Dr. Zinn jedoch nicht. Es sei weiterhin wichtig, die Impfungen in der Fläche voranzutreiben, so der Experte. Er empfiehlt, sich im Bezug auf die Impfungen mit AstraZeneca am Impfprogramm der Briten zu orientieren, bei denen weniger Komplikationen aufgetreten seien. Dort habe man mit wesentlich älteren Impflingen begonnen, die nicht zur anscheinend gefährdeten Gruppe zählten, so Dr. Zinn. "Ich glaube, da können wir was lernen. Wir können und müssen diesen Impfstoff weiter einsetzen - natürlich vorsichtig."

AstraZeneca-Einsatz in der EU mittlerweile eingeschränkt

Mehrere EU-Länder, darunter Deutschland, schränken den Einsatz des Vakzins mittlerweile ein. In Deutschland sollen Menschen unter 60 Jahren nicht mehr mit AstraZeneca geimpft werden. Die deutschen Behörden hatten ihre Entscheidung mit dem Auftreten von Hirnvenen-Thrombosen insbesondere bei jüngeren Frauen in zeitlichem Zusammenhang zu der Impfung begründet.

Die britische Arzneimittelbehörde MHRA hatte am Samstag erklärt, nach landesweit mehr als 18 Millionen AstraZeneca-Impfungen seien in Großbritannien bislang 30 Thrombose-Fälle bei Geimpften aufgetreten. Sieben der Betroffenen seien gestorben. Eine offizielle Stellungnahme der EMA zu dem Thema wird für Mittwoch erwartet.

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