13. Juni 2019 - 9:02 Uhr

Influencer sollen mehr Rechtssicherheit bekommen

Welche Kriterien muss ein Instagram-Post eigentlich erfüllen, damit er nicht als Werbung gilt? Das ist bisher gesetzlich nicht geregelt, deshalb will die Bundesregierung nun Klarheit schaffen und hat ein Gesetz für Posts in sozialen Netzwerken angekündigt. Dabei geht es um den Schutz und die Rechtssicherheit von Influencern. 

Bund will Influencer besser schützen

Finger drückt Computertaste mit der Aufschrift Influencer *** Finger presses computer key with inscription Influencer
Influencer sollen mehr Rechtssicherheit bekommen.
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"Dass Beiträge, die bezahlt werden, als Werbung gekennzeichnet werden müssen, ist eine Selbstverständlichkeit und muss auch in Zukunft erfolgen", erläuterte Staatssekretär Gerd Billen am Dienstag im ZDF. "Aber wenn Dinge gepostet werden, für die es keine Gegenleistung gibt, können wir Rechtssicherheit schaffen, indem nicht alles und jedes schon aus Angst vor einer Abmahnung als Werbung gekennzeichnet wird."

Instagram-Streit um Cathy Hummels

Das Justizministerium reagiert damit auf ein Urteil, das Ende April Aufsehen erregt hatte: Die Influencerin und Spielerfrau Cathy Hummels musste sich für einen ihrer Instagram-Beiträge vor Gericht verantworten. Ihr war von einem Berliner Verband vorgeworfen worden, in ihren Beiträgen auf Webseiten von Herstellern verwiesen und damit Werbung für diese betrieben zu haben.

Hummels argumentierte dagegen, sie habe die Verlinkungen zu den Herstellerseiten als Service für ihre Fans eingefügt. Gegenleistungen habe es nicht gegeben. Das Landgericht München wies die Zivilklage daraufhin ab. Informierte Internetnutzer wüssten, dass Hummels mit ihrem Instagram-Profil kommerzielle Interessen verfolgen. Insofern handele es sich auch nicht um unlautere Reklame.