Nach schwerem Unfall auf A3: 47-Jähriger rast mit lebensgefährlich verletztem Kleinkind davon

31. August 2016 - 11:04 Uhr

Zweijähriger in Spezialklink gebracht – Zustand ist kritisch

Auf der Autobahn A3 Richtung Köln ereignete sich ein unglaublicher Verkehrsunfall. Ein 47-jähriger Autofahrer aus Düsseldorf war am Abend Richtung Köln unterwegs. In Höhe der Rastanlage Ohligser Heide wollte er einen Lieferwagen rechts überholen, dabei kollidierte er mit einem vor ihm fahrenden LKW.

Dabei verletzte sich ein zweijähriges Kind, das auf der Rückbank saß. Das Auto war zerstört, aber offenbar nicht fahrunfähig. Der Fahrer gab nochmal Gas und setzte seine Fahrt ohne Rücksicht auf Verluste fort. Die Mutter des Kindes saß neben dem 47-Jährigen auf dem Beifahrersitz. Beiden waren die schweren Verletzungen des Kleinkinds offenbar nicht direkt aufgefallen. Laut Polizei ist der Fahrer des Wagens nicht der Vater des Kindes, aber mit der Mutter verwandt.

Die Polizei nahm die Verfolgung des skrupellosen Verkehrsrowdys auf. Ein Polizeihubschrauber und Autobahnbeamte fahndeten nach dem Unfallfahrzeug. Es dauerte nicht lange, bis der 47-Jährige dann auf der Autobahn-Abfahrt Solingen geschnappt werden konnte. Vor Ort kümmerten sich Rettungskräfte um die Verletzten. Die Beifahrerin erlitt im Gegensatz zu ihrem zwei Jahre alten Sohn nur leichte Verletzungen. Der kleine Junge jedoch musste sofort in eine Spezialklinik gebracht werden – sein Zustand ist weiterhin kritisch.

Raser hatte seit Jahren keinen Führerschein mehr

Raser (47) rast mit lebensgefährlich verletztem Kleinkind davon
Die Polizei stellte den Unfallfahrer an einer Autobahn-Abfahrt. Das verletzte Kind wurde aus dem Wrack geborgen.
© teleact Arbabha

Ob der Mann bei dem waghalsigen Überholmanöver unter Drogen stand oder alkoholisiert war, wird noch ermittelt. Dafür musste ihm unter Zwang Blut abgenommen werden. Nach allen Schäden, die der 47-Jährige auf seiner Fahrt angerichtet hatte, leistete er bei seiner Festnahme noch Widerstand. Sein beschädigter Mercedes wurde bis auf weiteres beschlagnahmt. Zudem kam laut Polizei ans Licht, dass er keine Fahrerlaubnis mehr hatte. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 30.000 Euro geschätzt. Gegen den Mann wird wegen Unfallflucht und Körperverletzung ermittelt.