Polizei Frankfurt fahndet

Nach Schusswechsel vor Ikea: Täter weiter auf der Flucht

Geldbote vor Möbelhaus in Frankfurt überfallen
© dpa, Frank Rumpenhorst, fru gfh

10. November 2019 - 15:07 Uhr

Geldbote vor Ikea Frankfurt angeschossen

Noch immer ist unklar, wer hinter dem brutalen Raub auf einen Geldboten vor der Ikea-Filiale im hessischen Frankfurt steckt. Am Samstagvormittag überfiel der unbekannte Räuber den 56-jährigen Boten an einem Seiteneingang und verletzte ihn mit einer Schusswaffe schwer. Anschließend rannte der Täter mit der Geldkasse davon.

Brutaler Raubüberfall vor einem Ikea-Möbelhaus in Frankfurt

dpatopbilder - 09.11.2019, Hessen, Frankfurt/Main: Ein geparktes Fahrzeug mit einem von der Spurensicherung gekennzeichnetem Einschussloch steht vor einem Seiteneingang eines Ikea-Möbelhauses im Stadtteil Nieder-Eschbach, nachdem ein Geldbote angesch
Ein Einschussloch ist vor dem Seiteneingang des Ikea-Möbelhauses zu sehen.
© dpa, Frank Rumpenhorst, fru gfh

Der mit einem weißen Kapuzenpullover und einer schwarzen Trainingshose bekleidete Räuber floh der Polizei zufolge mit der Beute zu Fuß. Bisher gehen die Behörden von einem Täter aus. Wie viel Geld in der Kassette war, sagte der Sprecher nicht. Die Identität des Mannes sei allerdings noch immer nicht bekannt, heißt es. 

So lief der Überfall vor der Ikea-Filiale ab

Nach Angaben der Polizei wurde der 56 Jahre alte Geldbote angegriffen, als er mit einer Geldkassette in der Hand aus einem Seiteneingang der Ikea-Filiale im Stadtteil Nieder-Eschbach kam. Er entriss dem Boten die Kassette. Nach der Rangelei kam es dann zu einem Schusswechsel, bei dem der Geldbote getroffen wurde. Der Mann habe viel Blut verloren und sei noch am Tatort von einem Passanten erstversorgt worden, sagte ein Polizeisprecher. Im Krankenhaus sei das schwer verletzte Opfer dann am Bein operiert worden.

In der Nähe entdeckte die Polizei kurz nach der Tat ein ausgebranntes Auto. Dies könnte mit dem Überfall in Zusammenhang stehen, teilten die Behörden in der Mainmetropole mit. "Gewisse Verdachtsmomente gibt es", sagte ein Polizeisprecher, ohne Details zu nennen.

"Mit viel Glück gab es keine weiteren Verletzten"

Am Tatort waren am Samstag Zeichen des Schusswechsels zu sehen: Eine abgefeuerte Kugel hatte die Beifahrertür des abgestellten Geldtransporters durchschlagen. "Mit viel Glück gab es keine weiteren Verletzten", sagte der Polizeisprecher. Viele Kunden wurden Zeugen des Überfalls und konnten den Täter beschreiben, heißt es. Die Tat müsste auch von mehreren Überwachungskameras aufgezeichnet worden sein.

Der Bereich vor dem Seiteneingang des Möbelhauses war zunächst abgesperrt, aber noch am Samstag freigegeben worden. Das Geschäft blieb über den Tag geöffnet.