Schlimme Tierquälerei in Gaza

Horror-Zoo hat wieder Löwen

20. Dezember 2019 - 7:59 Uhr

Eigentlich sollte die Anlage geschlossen werden

Es sind Szenen, die schon beim Zusehen wehtun. Tiere liegen verwahrlost in ihrem eigenen Dreck, Löwenbabys werden von übermütigen Kindern betatscht. Schon im April 2019 wurde der Zoo von "Mohammed" in Gaza geschlossen. Doch jetzt hat sich der Besitzer neue Löwen zugelegt und quält die Tiere aufs Neue. Was der Mann dazu sagt, zeigen wir im Video.

Tiere schon wieder verwahrlost

Die Organisation "Vier Pfoten" hatte dem Besitzer des Horror-Zoos 48.500 Euro dafür gezahlt, dass er seine Anlage schließt. Das ist jetzt acht Monate her. Im Gegenzug hatte der der Mann zugesichert, keine Tiere mehr zu halten. Doch das scheint Mohammed nicht zu interessieren. Er habe von dem Geld, das ihm ausgezahlt worden sei neue Löwen gekauft, sagt er im Interview. Und die müssen jetzt genauso verwahrlost leben, wie die Tiere, die noch Anfang des Jahres gerettet worden sind.

Ein Gefängnis für Tiere

Für Dr. Amir Jaled ist das Verhalten Mohammeds nicht nachvollziehbar. Der Tierarzt hatte damals die Rettungsaktion der Raubkatzen geleitet. Dass sich der Zoo-Besitzer nun neue Löwen zugelegt hat, sieht er als Gesetzesverstoß. "Das ist kriminell, ich finde, das ist Tierquälerei", sagte er RTL. Die Anlage sei seiner Ansicht nach ein Gefängnis für Tiere.