Nach Rettungsschirm: Solides IWF-Zeugnis für Irland

19. Juni 2014 - 20:57 Uhr

Rund sechs Monate, nachdem Irland den Euro-Rettungsschirm verlassen hat, zeigt sich der Internationale Währungsfonds (IWF) zufrieden mit den Fortschritten im Land. Wirtschaft und Haushalt erholten sich zunehmend, teilte der IWF mit. Der Staat habe seine Ausgaben trotz Schwierigkeiten im Gesundheitssektor im Rahmen gehalten und sei auf einem guten Weg, das für 2014 angestrebte Defizit-Ziel von 4,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erreichen.

Allerdings seien die immer noch hohe Arbeitslosenrate und das Ausmaß der staatlichen und privaten Verschuldung weiterhin riskant. Die Experten mahnten deshalb weitere Schuldensenkung an. Die Banken müssten das Problem vieler "fauler Kredite", deren Rückzahlung ungewiss ist, lösen. Irland musste 2010 Hilfen beantragen, weil massive Probleme im Bankensektor der Insel zu schaffen machten. Ende 2013 konnte es als erstes Krisenland planmäßig den Rettungsschirm verlassen.