Goretzka "entsetzt" von den Vorfällen

Nach Rassismus-Eklat beim Länderspiel: Drei Männer stellen sich der Polizei

23. März 2019 - 11:16 Uhr

Rassistische Verbal-Ausfälle beim Länderspiel

Sind das die Männer, die der Journalist André Voigt in seinem emotionalen Video anspricht? Nach mutmaßlich rassistischen Zuschauer-Äußerungen gegen die Nationalspieler Leroy Sané und Ilkay Gündogan beim Länderspiel gegen Serbien haben sich drei Personen der Wolfsburger Polizei gestellt. DFB-Mittelfeldmann Leon Goretzka verurteilte die Vorfälle derweil scharf.

Männer zwischen 30 und 40

"Sie haben sich am Donnerstag um 14.30 Uhr hier gemeldet und eingeräumt, dass es sich bei den drei vermeintlichen Tätern um sie handelt", sagte ein Sprecher der Polizei Wolfsburg. In einer ersten Vernehmung haben sich die Männer, die zwischen 30 und 40 Jahre alt sind, bereits zu den Vorwürfen geäußert. Zu ihren Antworten dürfen die Beamten allerdings nichts sagen, da das Verfahren noch läuft.

Voigt als Zeuge geladen

Die Polizei hatte nach dem Länderspiel Ermittlungen aufgenommen, nachdem von mehreren Seiten Fingerzeige für rassistische Ausfälle eingelaufen waren. Vor allem ein Hinweis erregte Aufsehen: Das Video des Journalisten André Voigt, der die rassistischen Anfeindungen gegen die Nationalspieler Leroy Sané und Ilkay Gündogan auf der Tribüne selbst miterlebte.

"Voigt ist als Zeuge geführt und soll entsprechend aussagen", sagte Polizeisprecher Thomas Figge. Der Familienvater wird sich nicht lange bitten lassen - er war nach dem Eklat einer der ersten, die den Mund aufmachten.

Goretzka geschockt

Den emotioanlen Aufruf schaute sich auch Torschütze Leon Goretzka an - und war entsetzt von den beschriebenen Szenen. Was er als Kind des Ruhrpotts von Rassismus hält und worum er jeden Fan bittet, sagt er im Video.