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Nach Rassismus-Skandal: Randalierer zerstören H&M-Stores in Südafrika

Randalierer verwüsten H&M-Filiale in Südafrika
Randalierer verwüsten H&M-Filiale in Südafrika Nach Rassismus-Skandal 01:25

Umstrittene H&M-Werbung löst Skandal aus

Umgeschmissene Schaufensterpuppen und Kleiderständer, kaputte Spiegel und am Boden liegende Kleidungsstücke: Die schwarze Bevölkerung in Südafrika ist wütend, weil die schwedische Modemarke H&M in ihren Augen rassistisch ist. Aufgebrachte Demonstranten haben am Samstag in mehreren H&M-Stores in Südafrika randaliert. Ein Augenzeuge twitterte ein Video aus einer völlig zerstörten H&M-Filiale in Pretoria. Nach Demonstrationen hat die Modekette all ihre Läden in dem Land vorübergehend geschlossen. 

Schließung der H&M-Geschäfte als Sicherheitsmaßnahme

Das schwedische Unternehmen hatte für einen Kapuzenpullover mit der Aufschrift "Coolster Affe im Dschungel" einen dunkelhäutigen Jungen modeln lassen und vergangene Woche dafür scharfe Kritik geerntet.

In einem Shoppingzentrum in der Nähe der Wirtschaftsmetropole Johannesburg seien Menschen in einen H&M-Laden gedrungen und hätten Gegenstände gestohlen, teilte die Polizei auf Twitter mit. Polizisten sind demnach mit Gummigeschoss gegen die Demonstranten vorgegangen. Ähnliche Meldungen kamen aus Kapstadt und Pretoria. 

Bei den Demonstrationen seien keine Kunden oder Mitarbeiter verletzt worden, teilte H&M mit. Die Sicherheit der Mitarbeiter und Kunden gehe aber vor, daher seien die Läden vorübergehend geschlossen worden. Sobald es wieder sicher sei, würden sie geöffnet werden. 

H&M entschuldigte sich für den Vorfall

Nach der Kritik an dem Werbefoto hatte sich H&M entschuldigt und das Bild zurückgezogen. H&M glaube stark daran, dass Rassismus und Vorurteile, ob beabsichtigt oder unbeabsichtigt, inakzeptabel seien, erklärte die Modekette.

Im Gegensatz zu den H&M-Kunden reagierte die Mutter des Jungen gelassen auf den Shitstorm und befand die Aufregung für "unnötig" - es sei schlicht nicht ihre Art, so zu denken.

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