„Entscheidung war schwierig“

Nach Protesten: US-Verlag druckt Woody-Allen-Autobiografie nicht

Woody Allen und New Orleans Jazz Band  in Aviles, Oviedo. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY
Woody Allen und New Orleans Jazz Band in Aviles, Oviedo. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY
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07. März 2020 - 9:45 Uhr

Dylan Farrow nannte geplante Veröffentlichung „zutiefst erschütternd"

Das war dann doch wohl zu viel Publicity: Nach den Protesten will der US-Verlag Hachette die umstrittene Autobiografie von Hollywood-Regisseur Woody Allen (84) nicht drucken. "Die Entscheidung, von Mr. Allens Buch Abstand zu nehmen, war schwierig", so eine Sprecherin des Herausgebers.

Allen bestreitet Missbrauchsvorwürfe

Damit reagierte der Verlag offenbar auch auf die Kritik von Allens Kindern Ronan (32) und Dylan Farrow (34). Die geplante Veröffentlichung der Autobiografie sei "zutiefst erschütternd", hatte seine Adoptivtochter Dylan auf Twitter kommentiert. Ihr Bruder warf dem Verlag "mangelndes Mitgefühl für die Opfer sexuellen Missbrauchs" vor.

In New York und Boston hatten Mitarbeiter des Verlages aus Solidarität mit den Kindern und Opfern sexuellen Missbrauchs gestreikt.

Gegen Allen gibt es seit Jahrzehnten Missbrauchsvorwürfe. Dylan hält ihm vor, sich in ihrer Kindheit an ihr vergangen zu haben. Der Regisseur hat das stets zurückgewiesen.