Nach Post von Lewis Hamilton: Mercedes zieht Protest gegen Max Verstappen zurück

10. Oktober 2016 - 9:50 Uhr

Mercedes hat gegen die Wertung des Formel-1-Rennens in Suzuka offiziell Protest beim Automobil-Weltverband FIA eingelegt, diesen aber wenig später wohl auch auf Druck von Lewis Hamilton wieder zurückgezogen. Der frischgebackene Konstruktuers-Weltmeister bezog sich ursprünglich auf das Manöver des zweitplatzierten Red-Bull-Piloten Max Verstappen, der Weltmeister Hamilton bei dessen Überholmanöver kurz vor dem Ende des Rennens angeblich regelwidrig behindert haben soll.

Hamilton: "Max ist gut gefahren"

Da alle Beteiligten Suzuka am späten Sonntagabend bereits verlassen hatten, wollte die FIA erst im Rahmen des nächsten Rennens in Austin/Texas (23. Oktober) über den Protest entscheiden. Bis dahin sollte das Resultat von Suzuka inoffiziell bleiben. Daraufhin zog Mercedes den Protest zurück, angeblich, "damit wir Suzuka mit einem offiziellen Ergebnis verlassen können". Hamilton hatte sich kurz nach Bekanntwerden des Protests via Twitter zu Wort gemeldet. "Kein Protest von meiner Seite", schrieb der drittplatzierte Brite: "Ich habe gehört, das Team hat Protest eingelegt, aber ich habe ihnen davon abgeraten. Max ist gut gefahren. Wir sind Champions und blicken nach vorne. Ende."

Mercedes hatte sich bei dem Protest auf Paragraf 27.5 der FIA  berufen. Dieser besagt, dass ein Auto "zu keiner Zeit unnötig  langsam, irreführend oder in einer Weise, die andere Personen gefährden könnte, gefahren werden darf". Verstappen hatte Hamilton ausgebremst, während des Bremsvorgangs angeblich unerlaubterweise die Spur gewechselt und den Weltmeister dabei von der Strecke gedrängt.