Nach Party-Streit: Junger Italiener in Lloret de Mar zu Tode getreten

Niccolò Ciatti
Niccolò Ciatti
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17. August 2017 - 15:14 Uhr

Unfassbare Brutalität

Der 22-jährige Italiener Niccolò Ciatti erlag einen Tag nach einer brutalen Prügelei seinen schweren Verletzungen. Als ein Partystreit eskalierte, wurde der junge Mann brutal zu Tode getreten. Eine Überwachungskamera, deren Videoaufnahmen im Internet kursieren, filmte die aggressive Prügelei.

Angreifer ist wohl professioneller Kampfsportler

Der Besuch in der bekannten Disco "St. Trop" endete für Niccolo tödlich. Der Italiener geriet mit drei russischen Urlaubern in einen Streit. Gegen 03:00 Uhr morgens wurde die Polizei gerufen. Die Beamten fanden den schwerverletzten Niccolo am Boden liegend. Niccolo wurde sofort in ein Krankenhaus gebracht, berichtete 'bild.de'. Dort erlag er noch in der Nacht seinen schweren Verletzungen.

Drei junge Russen wurden festgenommen. Einer der Täter soll professioneller Käfigkämpfer sein: Rassoul B. habe bereits mehrfach an Mixed-Martial-Kämpfen teilgenommen. Er soll Niccolo einen tödlichen Fußtritt verpasst haben. Bei seinem Geständnis brach B. wohl in Tränen aus. Er behauptet zur Tatzeit betrunken gewesen zu sein und er habe außerdem Drogen genommen.

In seinem Heimatland Italien ist die Trauer um Niccolo groß: "Er war ein großartiger Junge, aus guter Familie, der immer hart gearbeitet hat", so eine Nachbarin zu einem Fernsehsender. Der Vater des Opfers sagte, dass er sich das Video nicht bis zum Ende ansehen konnte. "Das sind keine Menschen, die meinen Sohn getötet haben, sondern Bestien", sagt er.

Brutale Szenen

Auf dem Video ist zu sehen, wie zwei Männer am Boden liegen. Ein Dritter schlägt auf sie ein. Zahlreiche Partygäste bilden einen Kreis um die Prügel-Szene. Ein zuvor offensichtlich verprügelter, kniender Mann wird von einem Tritt am Kopf getroffen. Er geht sofort zu Boden und bleibt dort reglos liegen. Nur zwei Männer greifen ein und werden von Faustschlägen des Angreifers getroffen. Ein weiterer mutmaßlicher Täter signalisiert, dass sie fliehen sollten. Darauf endet das Überwachungsvideo.