Nach OPEC-Beschluss: Werden Benzin und Heizöl wieder teurer?

02. Dezember 2016 - 15:36 Uhr

Kürzung der täglichen Öl-Fördermenge

Die Organisation ölexportierender Länder (kurz OPEC) beschloss am 30.11.2016 in Wien eine Kürzung der täglichen Öl-Fördermenge. Das Kartell reagiert damit auf das Überangebot und den damit sinkenden Preis des wichtigen Rohstoffs. Für Verbraucher könnten steigende Heizöl- und Benzinkosten die Folge sein.

Reaktion auf eingebrochenen Öl-Preis

Es ist das erste Mal seit acht Jahren, dass die wichtigen Öl-Nationen die tägliche Produktionsmenge senken. Das Ölkartell will im ersten Halbjahr 2017 insgesamt 1,2 Millionen Barrel (je 159 Liter) weniger produzieren. Der sich seit 2014 fast halbierte Öl-Preis soll so wieder stabilisiert werden. Teilweise verdienten die Exporteure mit einem Fass weniger als 30 Dollar - dabei lag der Preis in der Vergangenheit oftmals weit über 100 Dollar. Mit dem neuen Beschluss peilt OPEC einen stabilen Preis von 55 bis 60 Dollar pro Fass an.

Der Beschluss soll ab dem 01.01.2017 umgesetzt werden. Aber schon am Mittwoch machte sich die künftige Neuerung auf den Märkten bemerkbar: Die im weltweiten Öl-Handel wichtigste Sorte 'Brent' stieg prompt um rund 9 Prozent an.

Es ist vorstellbar, dass die zuletzt gesunkenen Benzinpreise wegen der OPEC-Einigung in nächster Zeit immer mal wieder nach oben ausreißen. Jedoch geht unter anderem die internationale Energieagentur davon aus, dass die Preise für Benzin und Diesel auch im nächsten Jahr im Großen und Ganzen auf ähnlichem Niveau bleiben.