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Nach OP an MHH: Mutmaßliches Clanmitglied Igor K. darf nicht wieder zur Behandlung nach Hannover

Nach umstrittenen Krankenhausbesuch im Februar 2020

Mutmaßliches Clanmitglied Igor K. darf nicht wieder zur Behandlung nach Hannover

Im Februar kontrolliert die Polizei Hannover das gesamte Gelände der Medizinischen Hochschule Hannover
Im Februar kontrolliert die Polizei Hannover das gesamte Gelände der Medizinischen Hochschule Hannover
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Igor K. wurde zwei Wochen in der MHH behandelt

War er Opfer einer Verwechslung oder werden Klinikpersonal und Patienten in Gefahr gebracht, wenn Igor K. zur Behandlung wiederkommt? Das Verwaltungsgericht Hannover hält an der Entscheidung fest, die Rückkehr des mutmaßlichen Clanmitglieds aus Montenegro zur medizinischen Behandlung nach Deutschland nicht zu gestatten. Igor K. war Anfang des Jahres 2020 zwei Wochen lang an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) behandelt worden, nachdem in seiner Heimat ein Mordanschlag auf ihn verübt worden war. Die Behandlung kostete den Steuerzahler viel Geld und war auch unter dem Klinikpersonal umstritten.

Verwaltungsgericht: Clanmitgliedschaft nicht ausgeschlossen

Der Mann weist von sich, Clanmitglied zu sein, er sieht sich als Opfer einer Verwechslung. Die deutsche Polizei befürchtete jedoch einen Anschlag in der Klinik. Igor K. wollte nun erreichen, dass das Eilverfahren noch einmal aufgenommen wird. Das Gericht lehnte dies am Dienstag ab, weil die vorgelegte Anklageschrift der montenegrinischen Behörden gegen zwei mutmaßliche Täter auf einen Bezug des Anschlages zur organisierten Kriminalität hindeute. Dies entspreche dem bisherigen Erkenntnisstand und schließe gerade nicht aus, dass der Antragsteller als Angehöriger eines kriminellen Clans angegriffen worden sei.

Mordversuch auf Igor K.?

Zwei Wochen verbrachte Igor K. an der MHH unter Polizeischutz.
Zwei Wochen verbrachte Igor K. an der MHH unter Polizeischutz.
jst cul, dpa, Julian Stratenschulte

Entgegen seines Vorbringens sei er nicht nur Opfer eines Anschlags, sondern das Ziel eines Mordversuchs mit szenetypischer Planung und Durchführung geworden, hieß es weiter. Für eine Verwechslung des Antragstellers mit einem gleichnamigen Dritten lägen keine Anhaltspunkte vor. Andere Motive seien fernliegend. Die Beschwerde gegen diesen Beschluss vor dem Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht ist möglich.

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Kosten: Rund eine Million Euro

Die aufwendige Bewachung des Mannes an der Uniklinik auf Kosten des Steuerzahlers hatte für viel Kritik gesorgt. Rund eine Million Euro soll der Einsatz gekostet haben. Wegen des Falls entließ Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) einen Verantwortlichen der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) - auch dies sorgte für viel Kritik.


Quelle: DPA / RTL.de