Nach mysteriöser Infektion: Jeremiah (2) müssen Arme und Beine amputiert werden

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30. Oktober 2018 - 19:51 Uhr

Während seine Mutter in den Wehen liegt: Zweijähriger kämpft um sein Überleben

Als Jeremiah Cox am 29. September mit Fieber ins "Riley Kinderkrankenhaus" in Indianapolis im US-Bundesstaat Indiana kam, hätte wohl niemand mit dem Alptraum gerechnet, den der Zweijährigen durchleben würde. Innerhalb kürzester Zeit schwebte der älteste Sohn von Ashley (19) und Nicholas Thompson (21) in Lebensgefahr. Nur die Amputation seiner Arme und Beine konnten dem Kleinen das Leben retten. Und als ob das nicht schon furchtbar genug wäre, konnte seine Mutter Ashley während des Überlebenskampfes ihres Sohnes nicht bei ihm sein: Sie brachte ihr viertes Kind auf die Welt.

Amputationen retteten Jeremiahs Leben

Bereits als Jeremiah das Kinderkrankenhaus erreichte, verschlechterte sich sein Zustand rapide. Lilafarbene Flecken breiteten sich auf seinem ganzen Körper aus. Die Ärzte diagnostizierten einen septischen Schock und eine sogenannte Purpura, eine Entzündung der Blutgefäße, die sie vor ein Rätsel stellte. Die Ärzte vermuteten eine unbekannte bakterielle Infektion, die das Leben des Zweijährigen gefährdete. Doch um welche lebensbedrohliche Krankheit es sich dabei genau handelte, konnte nicht geklärt werden. Um die Infektion zu bekämpfen, verabreichten die Ärzte ihm ein Antibiotikum. "Wenn sie es ihm nicht gegeben hätten, wäre mein kleiner Junge jetzt nicht hier", stellt Ashley Cox im Interview mit der britischen Zeitung "Daily Mail" fest.

Und obwohl die Behandlung des kleinen Jeremiah erfolgreich war, hatte sein gefährlich niedriger Blutdruck bereits die Blutversorgung zu seinen Gliedmaßen unterbrochen. Um Jeremiahs Leben zu retten, waren die Mediziner gezwungen, seine Gliedmaßen unterhalb der Knie und Ellenbogen zu amputieren.

"Egal, was er verloren hat, er ist hier und das ist alles, was zählt"

Das Unglaubliche: Während ihr kleiner Sohn ums Überleben kämpfen musste, lag die erst 19-jährige und hochschwangere Ashley in den Wehen und brachte ihr viertes Kind zur Welt. Heute kümmert sich die Vierfach-Mutter um den im Krankenhaus liegende Jeremiah, ihr Neugeborenes und die zwei anderen Kindern zu Hause. Papa Nicholas sorgt für das Einkommen, auf das die Familie dringend angewiesen ist.

Der kleine Jeremiah durfte die Intensivstation verlassen, doch sein langer Genesungsweg hat gerade erst begonnen. Er muss alles neu lernen. Doch Dr. Alyson Baker, ein Mitarbeiter des Kinderkrankenhauses, ist sich sicher, dass Jeremiah "großartige Perspektiven hat" und erklärt dem US-Sender "WTHR": "Dank des medizinischen Fortschritts und mit Hilfe von Prothesen, kann er ein tolles Leben führen." Auch Mama Ashley ist optimistisch, dass sich fortan alles zum Guten wenden wird: "Er ist wieder so, wie er war. Er lächelt. Er lacht. Er hat ein paar schlechte Tage. Das ist normal." Und weiter: "Egal, was er durchgemacht hat, was er verloren hat, er ist hier und das ist alles, was zählt."