Nach Mord an Studentin Maria L. in Freiburg: Handydaten belasten Angeklagten Hussein K.

9. Januar 2018 - 21:37 Uhr

Studentin vergewaltigt und getötet

Die Vorwürfe gegen Hussein K. sind gravierend: Am 16. Oktober 2016 soll er eine 19-jährige Studentin in der Nähe von Freiburg im Breisgau an einer Uferböschung vergewaltigt und sie anschließend getötet haben. Eine Analyse der Daten auf dem Handy des Angeklagten belastet Hussein K. jetzt stark - und widerspricht seiner Version des Tathergangs.

Digitale Spuren als Schuldindiz

Hussein K. hat das Verbrechen vor Gericht bereits zugegeben, behauptete aber bislang, während der Tat unter Drogen gestanden und im Affekt gehandelt zu haben. Nachdem Experten das Handy des Angeklagten geknackt haben, wurde jetzt deutlich: Es ist unwahrscheinlich, dass es spontan zu der Tat kam. Vielmehr soll sich K. etwa eine Stunde und 45 Minuten am Tatort aufgehalten haben. Die Ermittler gehen daher davon aus, dass er die Studentin am Ufer des Flusses Dreisam geplant abpasste und sich anschließend an ihr verging. Danach soll er die junge Frau in den Fluss geworfen haben, wo sie ertrank.

Besonders belastend sind die Daten, an die die Experten durch die App 'Health' auf dem Handy von K. gelangten. Mithilfe der gewonnenen Daten konnten die Ermittler sogar ein exaktes Bewegungsprofil erstellen. Was genau die Handydaten über den Tathergang verraten, das sehen Sie in unserem Video.