Nach Misshandlung: 500 Kinder aus mexikanischem Internat befreit

Staatsanwalt Jesus Murillo (links) und der Gouverneur des Staates Michoacan, Salvador Jara, informieren die Presse über die erschütternden Details.
Staatsanwalt Jesus Murillo (links) und der Gouverneur des Staates Michoacan, Salvador Jara, informieren die Presse über die erschütternden Details.
© dpa, Str

16. Juli 2014 - 20:18 Uhr

Menschenunwürdige Bedingungen: Ratten- und Wanzenplage

Nach Hinweise auf sexuellen Missbrauch, Vernachlässigung und unhaltbare Zustände in einem mexikanischen Internat haben Soldaten und Polizisten 462 Kinder aus der Schule befreit. Es seien auch Erwachsene in der Einrichtung 'La Gran Familia' (Die große Familie) in Zamora im Bundesstaat Michoacán im Westen Mexikos gegen ihren Willen festgehalten worden, sagte der Chefermittler der Generalstaatsanwaltschaft, Tomás Zerón.

Die Gründerin des Internats sowie acht Mitarbeiter seien festgenommen worden. Der Gründerin wird Freiheitsberaubung vorgeworfen. Die Kinder hätten in dem Haus unter menschenunwürdigen Bedingungen gelebt, seien sexuell missbraucht sowie zum Betteln gezwungen worden und hätten sich von verfaulten Lebensmitteln ernähren müssen, sagte Zerón.

Es habe sich um seelischen und körperlichen Missbrauch gehandelt, die Kinder hätten das Gelände nicht verlassen dürfen. Medien berichten on menschenunwürdigen Bedingungen: In der Einrichtung habe es zudem eine Ratten- und Wanzenplage gegeben, so die Zeitung 'El Economista'.