Nach Masken-Streit in Supermarkt in NRW

Razzia im Reichsbürger-Milieu - Polizisten in die Falle gelockt?

13. Mai 2020 - 13:12 Uhr

Razzia nach Prügel-Attacke auf Polizisten

Zwei Männer haben sich in einem Supermarkt im nordrhein-westfälischen Troisdorf bei Köln geweigert, Schutzmasken zu tragen und eingreifende Polizisten attackiert. Zwei Beamten wurden dabei schwer verletzt. Nun haben die Ermittler die Reichsbürger-Szene ins Visier genommen. Gegen Mittag gab es in Bonn und Troisdorf mehrere Durchsuchungen. Das hat die Polizei gegenüber RTL bestätigt.

Verdacht: Männer sollen eine Falle gestellt haben

Die Polizei geht dem Verdacht nach, dass die Beamten in eine Falle gelockt wurden. Demnach besteht die Vermutung, dass die beiden Männer (35 und 38 Jahre alt) die Situation absichtlich provozierten.

Einer der beiden hatte den Ablauf mit einer an seinem Körper befestigten Kamera gefilmt. Dass die Aufnahme direkt nach dem Vorfall im Internet landete sowie weitere Indizien ließen die Polizei schnell vermuten, dass es sich um eine geplante Aktion gehandelt haben könnte. Zuvor hatte die "Bild" berichtet.

Männer sollen absichtlich provoziert haben

Die Beamten waren am Samstagnachmittag zu einem Supermarkt gerufen worden, weil die beiden Verdächtigen sich mit Mitarbeitern gestritten hatten: Die Männer aus Bonn und Troisdorf hatten keinen Mund-Nase-Schutz nutzen wollen.