Champions League

Nach Maradona-Schweigeminute: Bayern vorzeitig fürs Achtelfinale qualifiziert

Robert Lewandowski hat jetzt in der Champions League so oft getroffen wie Raúl
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26. November 2020 - 6:41 Uhr

Bayern München schlägt FC Salzburg 3:1

Auch das vierte Gruppenspiel der Bayern stand ganz im Zeichen der Trauer um Diego Maradona. Vor der Partie in der Allianz Arena gab es eine Schweigeminute für die im Alter von 60 Jahren gestorbene argentinische Fußball-Legende. In den folgenden 90 Minuten gab es zwar keine spielerische Reminiszenz an die "Hand Gottes" – nach einem 3:1-Arbeitssieg gegen die Österreicher aber stand fest: Die Münchner stehen vorzeitig im Achtelfinale der Königsklasse. Zudem war es der 15.Königsklassen-Sieg in Serie - Europapokalrekord.

Lewandowski zieht mit Raúl gleich

Der Titelverteidiger tat sich zunächst schwer gegen früh attackierende Salzburger. Erst nach knapp einer halben Stunde erarbeitete sich das Team von Trainer Hansi Flick Möglichkeiten. Und es war – natürlich – Robert Lewandowski, der den Knoten kurz vor der Pause löste. Nach einem strammen Schuss von Thomas Müller, den Salzburg Torhüter Cican Stankovic nur noch vorne abprallen lassen konnte, staubte der Pole staubtrocken ab. Es war sein 71. Treffer in der Königsklasse, damit zieht Lewandowski mit Real-Legende Raúl gleich. Häufiger trafen in der "ewigen" Torjägerliste der Champions League nur Lionel Messi (118) und Cristiano Ronaldo (131)

CL-Debütant Roca fliegt vom Platz

Zurück aus den Katakomben erhöhten die Münchner den Druck und präsentierten sich effizienter. Leon Goretzka, der sich gegen zwei Gegenspieler durchwurschtelte, bediente Kingsley Coman, dessen Schuss aus rund 18 Metern fälschte Maximilian Wöber unhaltbar zum 2:0 ab (52.). Die Messe war gelesen, doch das Spiel nahm jetzt richtig Fahrt auf.

Zunächst holte sich CL-Debütant Marc Roca in der 66. Minute nach einem Foul an dem Ex-Bremer Zlatko Junuzovic Gelb-Rot ab, zwei Minuten später stirnte Leroy Sané nach Zuckerflanke von Coman zum 3:0 ein.

Der Ehrentreffer war den tapferen Gästen aber doch noch vergönnt: Sané vertändelte die Kugel am Strafraum, Mergim Berisha schob frei vor Neuer ein. Kurz zuvor hatte Neuer glänzend gegen Berisha sowie gegen Enock Mwepu pariert. Glück hatten die Bayern in der 84. Minute, als Sucic schon Neuer umkurvt hatte, den Ball jedoch am langen Eck vorbeilegte.

Durch den Sieg zementierte der Quadruple-Sieger nicht nur die Tabellenführung in der Gruppe A, sondern kann auch dank des zeitgleichen 0:0 zwischen Atlético Madrid und Lokomotive Moskau in den abschließenden zwei Gruppenspielen nicht mehr vom Platz an der Sonne verdrängt werden.

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