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Nach lautstarken Protesten: EU-Kommission will Gesetz zur Abschaffung der Roaming-Gebühren überarbeiten

Nach lautstarken Protesten: EU-Kommission will Gesetz zur Abschaffung der Roaming-Gebühren überarbeiten

Verbraucherschützer liefen Sturm

Es sollte ein großer Wurf für Europa werden. Die Abschaffung der Roaming-Gebühren zum Sommer 2017 galt als beschlossene Sache. Doch dann kam die Einschränkung: Die publikumswirksame "Abschaffung" sollte in Wirklichkeit zahlreiche Ausnahmen fürs mobile Telefonieren, Surfen und SMS-Schicken im EU-Ausland enthalten. Nach heftiger Kritik von Verbraucherverbänden muss die Abschaffung der Gebühren noch einmal überarbeitet werden.

Jean-Claude Juncker, Präsident der EU-Kommission
Jean-Claude Juncker will, dass die Roaming-Gebühren komplett wegfallen.
leq jak, dpa, Stephanie Lecocq

Jean-Claude Juncker, der Präsident der EU-Kommission, hat selbst angeordnet, den bisherigen Vorschlag zu verbessern. Der sah nur 90 Tage Surfen und Telefonieren ohne Roaming-Gebühren vor. Damit reagierte er auf die heftige Kritik von vielen Verbraucherschützern. Denn ungekündigt war eine komplette Abschaffung aller Roaming-Gebühren. Die fordern sie jetzt ein. Heißt also für die EU-Kommission: Nachsitzen! Was genau Juncker nicht passte, ist nicht bekannt. Ein EU-Sprecher sagte nur, das Ganze sei "einfach nicht gut genug für unseren Präsidenten". An der Aussage: "Die Roaming-Gebühren verschwinden komplett bis Juni 2017" will die EU-Kommission festhalten.