Nach künstlicher Befruchtung: Dieses süße Nebelparder-Baby ist eine echte Seltenheit

06. März 2017 - 15:56 Uhr

Neue Hoffnung für gefährdete Tierarten

Der Nebelparder ist eine vom Aussterben bedrohte Großkatzen-Art. Der Nashville Zoo aus dem US-Bundesstaat Tennessee hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Artenerhalt der Großkatze voranzutreiben. Dieses Vorhaben konnte am 01. März einen Erfolg feiern, denn an diesem Tag ist ein ganz besonderes Nebelparder-Baby zur Welt gekommen.

Großer Fortschritt: Ein Nebelparder aus dem Labor

Schon kurze Zeit nach der Geburt macht das Nebelparder-Baby seine ersten Gehversuche im Nashville Zoo und saugt kräftig an der Flasche. Die kleine Großkatze wurde am 01. März nach einer künstlichen Befruchtung geboren. Der Zoo und das 'Smithsonian's National Zoo and Conservation Biology Institute' haben somit zum ersten Mal ein Nebelparder mit gefrorenem und dann wieder aufgetautem Sperma gezeugt. Aufgezogen wird dieser männliche Nebelparder per Hand.

Zuchtprogramm im Nashville Zoo: Neue Methode für den Artenerhalt?

Der amerikanische Zoo ist an einem Zuchtprogramm für die bedrohte Tierart beteiligt. Da Nebelparden sich aber schlecht in Gefangenschaft züchten lassen, freut sich der Zoo umso mehr über die geglückte künstliche Befruchtung mit dem eingefrorenem Sperma. Die leitende Tierärztin des Nashville Zoos, Heather Robertson, sieht darin einen enormen Fortschritt: "Das bedeutet, dass wir auf der ganzen Welt Samen von Nebelpardern einsammeln und aufbewahren können und die Schwangerschaftsraten nach künstlicher Befruchtung bei dieser Art verbessern können."

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Zerstörter Lebensraum und illegale Jagd bedrohen die Großkatze

Der Nebelparder (Neofelis nebulosa) ist eine Großkatzen-Art aus Süd- und Südostenasien. Ihr gemustertes Fell erinnert an einen Leoparden. Die Tiere sind sehr anpassungsfähig, aber bevorzugen bewaldetes Gebiet. Da sich der Nebelparder gerne in Bäumen aufhält, bewohnt er überwiegend tropische Regenwälder. In Südostasien wird dieser Lebensraum durch Abholzung zerstört. Der schrumpfende Lebensraum ist nicht die einzige Bedrohung, sondern auch der illegale Handel. Die Knochen der Großkatze gelten mancherorts als Heilmittel, die Zähne werden für Schmuck benutzt und aus dem Fell werden teure Pelze gemacht.

Solche Bedrohungen sind der Grund für eine geringe Gesamtpopulation, die auf weniger als 10.000 erwachsene Tiere geschätzt wird. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft die Nebelparder somit als bedroht ein.