Ermittlungen zu Hintergründen laufen

Nach Kopfschuss-Mord in Berlin: Haftbefehl gegen Verdächtigen erlassen

© dpa, Christoph Soeder, fux

24. August 2019 - 20:55 Uhr

Verdächtiger in Untersuchungshaft

Nach der Tötung eines Mannes in einem Park im Berliner Stadtteil Moabit hat die Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen Mordes aus Heimtücke gegen einen 49 Jahre alten Russen erlassen. Unterdessen laufen die Ermittlungen über die Hintergründe.

Suche nach Tatmotiv

Wenige Stunden nach der Tat bestätigte die Polizei, dass es eine Festnahme gegeben habe. Die Behörden sprachen zunächst nur von einem Radfahrer, der unter Verdacht stehe, dem Opfer in den Kopf geschossen zu haben. Inzwischen ist bekannt, dass es sich bei dem Erschossenen um einen 40-jährigen Georgier handelt. Der Beschuldigte sitzt in Untersuchungshaft. Zuvor hatte die Polizei das mutmaßliche Fluchtfahrrad aus der Spree geborgen. Taucher sollen auch die Tatwaffe - eine Pistole - gefunden haben.

Mord in Moabit - was bisher bekannt ist

Nach Kopfschuss-Mord in Berlin: Haftbefehl gegen Verdächtigen beantragt
Die tödliche Attacke ereignete sich am Freitagmittag gegen 12 Uhr in der Parkanlage Kleiner Tiergarten in Berlin-Moabit.
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Die Gründe für den Mord sind noch völlig unklar. Nach einzelnen Medienberichten soll der Tote ein islamistischer Gefährder aus Tschetschenien gewesen sein. Dafür gibt es keine Bestätigung. Ebenfalls unbestätigt sind Informationen der "B.Z", wonach der Mann der Anti-Terror-Abteilung des georgischen Innenministeriums angehört haben soll. Die "Berliner Morgenpost" berichtet von einer zweiten Festnahme, die ebenfalls nicht bestätigt wurde.