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Nach Kinderporno-Fund bei Kita-Mitarbeiter: Müssen bald alle Erzieher zum Pädophilie-Test?

Pädophilie-Test: Ja oder Nein?

Schon wieder ist ein Mann, der als Erzieher in einer Kita arbeitet, mit Kinderpornos erwischt worden. Wie so viele, denen man nichts anmerkt, galt er als netter Mensch. Jetzt wird diskutiert, ob es einen Pädophilie-Test für Erzieher geben soll. Die Möglichkeiten, Männer auf pädophile Neigungen zu testen, gibt es. Doch ist ein solcher Test wirklich notwendig?

Test soll pädophile Neigungen zeigen

Kevin F. (30) aus Heilbronn hatte einen tadellosen Ruf und war als vorbildlicher Erzieher sogar von der damaligen Familienministerin Manuela Schwesig für seine Arbeit geehrt worden. Wegen des Besitzes von 10.000 Bildern und 900 Videos mit kinderpornographischen Inhalten muss er sich ab Mitte April vor Gericht verantworten. Ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft und er wird seinen Beruf nicht mehr ausüben dürfen. Kinder habe er laut Staatsanwaltschaft nicht missbraucht.

In Tschechien und Großbritannien werden Pädagogen bereits auf pädophile Neigungen getestet. In Deutschland sind solche Tests verboten. Bislang müssen Erzieher und Erzieherinnen in regelmäßigen Abständen ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen.

Auch die Gewerkschaft der Erzieher ist gegen die Tests: Sie hält sie für diskriminierend und abschreckend für Männer, die Erzieher werden wollen.

Aber wie zuverlässig ist ein Test, der pädophile Neigungen zeigen soll, überhaupt? Wie der Test funktioniert, erklärt Psychologe Kurt Seikowski in unserem Video.

Stimmen Sie darüber ab, ob Erzieher zum Schutz von Kindern auf pädophile Neigungen getestet werden sollten!

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