Nach höheren Fleischpreisen bei Lidl

Jetzt reagieren auch Rewe und Penny auf die Bauernproteste

Menschen stehen vor einem REWE-Supermarkt Schlange. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Symbolbild
Menschen stehen vor einem REWE-Supermarkt Schlange. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Symbolbild
© deutsche presse agentur

11. Dezember 2020 - 12:19 Uhr

Rewe Group geht auf Landwirte zu

Nach den Bauernprotesten der vergangenen Wochen geht auch die Rewe Group einen Schritt auf die Landwirte zu. Der Handelsriese kündigte am Freitag an, bei Schweinefleisch bis auf weiteres Beschaffungspreise zu zahlen, die dem Marktniveau vor Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest und dem damit zusammenhängenden völligen Zusammenbruch des Exportmarktes entsprechen.

Auch Schlachtbetriebe und Hersteller werden von Rewe in die Pflicht genommen

"Wir wollen damit kurzfristig einen Beitrag leisten, die akute Krise der deutschen Schweinebauern zu beenden", sagte Rewe-Einkaufsvorstand Hans-Jürgen Moog.

Das Unternehmen, zu dem auch der Discounter Penny gehört, zähle darauf, dass das zusätzliche Geld von den Schlachtbetrieben und Herstellern an die Landwirte und Ferkelerzeuger weitergegeben werde, betonte der Manager. Rewe setze auf eine langfristige und nachhaltige Stärkung der heimischen Landwirtschaft. Dazu habe das Unternehmen bereits ein Positionspapier erarbeitet, über das man mit dem Deutschen Bauernverband und der Bewegung "Land schafft Verbindung" im Gespräch sei. Bestandteile davon seien unter anderem der Ausbau von Regionalfleischprogrammen und Maßnahmen zur dauerhaften Stärkung der deutschen Milchwirtschaft.

Zuvor hatte bereits der Discounter Lidl als Reaktion auf die jüngsten Protest- und Blockadeaktionen von Landwirten die Preise für Schweineprodukte erhöht. Lidl hatte nach eigenen Angaben den Einkaufspreis für zehn Artikel aus dem Schweinefleischsortiment um ein Euro pro Kilogramm angehoben. Als Folge steige der Verkaufspreis im gleichen Umfang, teilte Lidl mit.

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Quelle: DPA / RTL.de