Unangenehmer Abschied nach Golf-Ausflug

Demonstranten fordern von Trump: „Hör auf, uns zu töten!"

Demonstranten zu Trump: "Hör auf, uns zu töten!" US-Präsident spielt den ganzen Tag Golf
00:39 min
US-Präsident spielt den ganzen Tag Golf
Demonstranten zu Trump: "Hör auf, uns zu töten!"

30 weitere Videos

Golftag endet für Trump mit harter Kritik

Einen schönen Tag auf der Golfanlage im National Club in Sterling (Virginia) wollte US-Präsident Donald Trump wohl am Sonntag verbringen. Doch seine Golfpartie endete mit einer für Trump eher unschönen Aktion: Vor dem Ausgang der Golfanalage hatten sich mehrere Demonstranten versammelt, die mit Protestschildern auf den Präsidenten warteten. Kaum kam dieser durch den Ausgang, riefen die Demonstranten "Stop killing us!" Auf deutsch: "Hör auf, uns zu töten!". Unser Video zeigt die aufgeheizte Situation.

Trump geht Golfen: Kritik von Demokraten, Unterstützung aus den eigenen Reihen

Golfen, während sehr viele Menschen am Corona-Virus sterben - für diese Aktion erntete der US-Präsident nicht nur vor Ort Kritik. Trumps voraussichtlicher Herausforderer bei der Präsidentschaftswahl, Joe Biden, etwa schrieb am Samstagabend (Ortszeit) auf Twitter, fast 100 000 Menschen in den USA seien durch die Pandemie ums Leben gekommen, viele Millionen hätten ihren Job verloren - und der Präsident verbringe den Tag beim Golfen.

Der republikanische Senator Lindsey Graham, ein enger Vertrauter Trumps, verteidigte den Golf-Ausflug des Präsidenten dagegen. "Es ist an der Zeit, die Wirtschaft auf schlaue Weise wieder anzukurbeln und zu einem normaleren Leben zurückzukehren", schrieb Graham am Samstag auf Twitter. US-Medien zufolge war Trump seit März nicht mehr golfen gewesen.

Der Präsident reagiert mit Einreiseverbot auf die Protestaktion

Mit ihren Schildern und Zurufen kritisierten die Demonstranten außerdem den generellen Umgang der US-Regierung mit der Coronavirus-Pandemie. Die USA gelten derzeit als weltweit führend mit mehr als 1,6 Millionen bestätigten Coronavirus-Fällen und einer Anzahl von Todesopfern, die laut einer Bilanz der Johns Hopkins University im Laufe dieser Woche voraussichtlich die 100.000 überschreiten wird.

Kurz nachdem Trump am Sonntag ins Weiße Haus zurückgekehrt war, gab sein Pressesprecher bekannt, dass der Präsident die Reise von den weltweiten Coronavirus-Hotspots weiter eingeschränkt habe, indem er Ausländern aus Brasilien die Einreise verweigerte. Zuvor hatte der amerikanische Präsident bereits die Einreise von Bürgern aus China, Europa, Großbritannien, Irland und zum Teil aus dem Iran verboten. Dieses Einreiseverbot gilt bisher nicht für Russland, obwohl das Land mit der aktuell dritthöchsten Corona-Infektionszahl der Welt.