Nach schockierenden Statements zu George Floyd

Reebok beendet Partnerschaft mit CrossFit

Trotz Glassmans Rückrtitt: Reebok will sein Sponsoring für CrossFit noch in diesem Jahr beenden.
© Imago Entertainment, PanoramiC/ ZUMA Press

11. Juni 2020 - 14:08 Uhr

Empörende Statements zum Fall George Floyd: Reebok zieht Konsequenzen

CrossFit-Gründer Greg Glassman sorgt mit seinen Äußerungen zum Tod von George Floyd für Empörung. Auf die Frage eines Fitnessstudio-Besitzers, warum das Unternehmen sich nicht zu dem Fall äußere, soll Glassman geantwortet haben: "Wir trauern nicht um George Floyd." CrossFit-Sponsor Reebok zieht nun Konsequenzen.

Glassman vergleicht Trauer um George Floyd mit Pandemie

In einem Zoom-Meeting mit mehreren Studio-Besitzern soll Glassman sich über die Frage eines Kollegen empört haben, der wissen wollte, wieso sich das Fitness-Unternehmen nicht zum Tod von George Floyd positioniert. Laut Buzzfeed News soll der 63-Jährige daraufhin geantwortet haben: "Könnt ihr mir sagen, warum ich um ihn trauern sollte? Außer, dass es das ist, was Weiße jetzt tun sollen. Nennt mir einen anderen Grund, abgesehen von diesem." In einem Tweet bezeichnete er die weltweite Trauer um den Verstorbenen zudem als "Floyd-19".

CEO tritt zurück - doch das reicht Reebok nicht

Zwar gab der CrossFit-CEO kurz danach bereits seinen Rücktritt bekannt, doch das scheint Reebok noch nicht zu reichen. Der Sportbekleidungshersteller erklärt die Partnerschaft mit CrossFit in einem Statement für beendet: "Kürzlich haben wir Gespräche über eine neue Vereinbarung geführt, doch angesichts der jüngsten Ereignisse haben wir die Entscheidung getroffen, unsere Partnerschaft mit der CrossFit-Hauptgeschäftsstelle zu beenden", so ein Sprecher gegenüber Footwear News. Noch in diesem Jahr will Reebok das Sponsoring einstellen.

+++ 5 Gründe, warum Sie auf "Black Lives Matter" nicht mit "All Lives Matter" antworten sollten +++

Bewegende Worte bei George Floyds Trauerfeier: "Wann war Amerika jemals großartig?"