Nach fünf Jahren: Vermisste Maria H. aus Freiburg (18) ist wieder bei ihrer Familie

31. August 2018 - 19:23 Uhr

Ihre Mutter vermeldete die Rückkehr auf Facebook

Mit 13 Jahren ist Maria H. aus Freiburg verschwunden – zusammen mit ihrem damals 53-jährigen Begleiter Bernhard Haase. Es wird vermutet, dass die Schülerin dem Mann freiwillig gefolgt ist. Europaweit wurde nach den beiden gesucht. Jetzt ist das Mädchen wieder zu ihrer Familie zurückgekehrt.

Freunde haben Maria offenbar aus Mailand abgeholt

Das damals 13-jährige Mädchen hatte Bernhard Haase vor ihrem Verschwinden im Mai 2013 im Internet kennengelernt. In einem Chat für Kinder und Jugendliche hatte sich Haase dem Mädchen 2013 als "Karlchen" vorgestellt und geschrieben, er sei 15 Jahre alt. Erst später verriet er Maria sein wahres Alter. Die beiden gingen wohl dennoch eine Beziehung ein – und flüchteten. Haases Ehefrau hatte ihn zuvor angezeigt, weil er sich im Netz an Minderjährige heranmachte.​ 

Jetzt, fünf Jahre später, ist Maria H. zurückgekehrt. Ihre Mutter hatte via Facebook mitgeteilt, dass ihre Tochter in der Nacht zu Freitag aufgetaucht sei. Maria hätte über das Soziale Netzwerk Kontakt aufgenommen. Freunde sollen das Mädchen anschließend aus Mailand geholt haben.

"Es gibt heute keine glücklichere Familie als unsere", schrieb Mutter Monika Beisler. Weiter will sie sich derzeit nicht äußern. Ihre Nachricht hat die Freiburger Polizei mittlerweile bestätigt.

Von Bernhard Haase fehlt noch immer jede Spur

Nach ihrem Verschwinden verlor sich die Spur von Maria und Haase im September 2013 in Tschechien. Damals hatten Passanten die beiden beim Übernachten in einem Auto beobachtet. Die Ermittler konnten rund zwei Monate später das Auto und einen weißen Schäferhund sicherstellen. Danach gab es keine konkreten Hinweise mehr.

Nach dem Elektriker aus Blomberg (Nordrhein-Westfalen) wird mit internationalem Haftbefehl gesucht – wegen Kindesentziehung und sexuellen Missbrauchs. Die Fahndung blieb bislang erfolgslos.

Verschiedene Medien hatten im September 2016 berichtet, dass eine neue heiße Spur nach Spanien führen würde. Dort hätten sich die beiden anscheinend aufgehalten. Die Freiburger Polizei stellte aber klar, dass es sich dabei um Spekulationen gehandelt hatte.