Nach Explosion in Lychen: Gasleck von Spezialfirma entdeckt

Trümmer der Fassade des betroffenen Gebäudes liegen nach der Gasexplosion auf der Straße. Foto: Jens Kalaene/dpa
Trümmer der Fassade des betroffenen Gebäudes liegen nach der Gasexplosion auf der Straße. Foto: Jens Kalaene/dpa
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14. Mai 2022 - 17:12 Uhr

Lychen/Potsdam (dpa/bb) - Nach der Explosion in einer Bäckerei in Lychen in der Uckermark ist in der Nacht zu Samstag ein Gasleck am Ort des Unglücks entdeckt worden. Es seien aber keine weiteren Evakuierungsmaßnahmen erforderlich, sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Uckermark am Samstag auf Anfrage. Weitere Auskünfte konnte der Polizeisprecher nicht geben. Der Unglücksort werde von einer Spezialfirma überwacht, die weiter Messungen der Gaskonzentration vornehme, sagte er.

Noch mehrere Stunden nach der Detonation war am Ort des Unglücks eine hohe Gaskonzentration gemessen worden. Die Anwohner umliegender Häuser wurden daher in Sicherheit gebracht. Am Abend sei die Gaskonzentration dann auf Null gesunken, teilte Polizeisprecherin Bärbel Cotte-Weiß am Samstag mit. Daraufhin konnten 24 Menschen, die in Sicherheit gebracht worden waren, in ihre Wohnungen zurückkehren.

Die Ermittlungen zur Ursache der Explosion dauerten an. Cotte-Weß bestätigte, dass Mitarbeiter in einer nahe gelegenen Bankfiliale in den Tagen zuvor Gasgeruch wahrgenommen hätten. Daraufhin habe eine Firma noch bis Freitagfrüh um 2.00 Uhr an der Gasleitung gearbeitet. Ob es einen Zusammenhang mit der anschließenden Explosion gab, sei aber bislang unklar, betonte Cotte-Weiß. Zuerst hatte der RBB über diese Arbeiten berichtet.

Bei der Explosion war am Freitagmorgen ein Doppelhaus am Markt in Lychen teilweise eingestürzt. Eine 55 Jahre alte Mitarbeiterin der Bäckerei wurde dabei schwer verletzt. Die Frau habe Gesichtsverletzungen durch Splitter erlitten, teilte die Polizei mit. Sie wurde nach Angaben der regionalen Leitstelle mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus nach Berlin geflogen. Der Frau gehe es bereits besser, sagte Cotte-Weiß am Samstag. Sie sei nicht lebensgefährlich verletzt worden.

Bei der Explosion war ein Teil des Hauses zu einem Schuttberg zusammengesunken. Das Haus ist nach Angaben der Polizei einsturzgefährdet und unbewohnbar. Im Haus war außer der Bäckerei noch ein Geschäft, darüber Wohnungen.

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Quelle: DPA