Nach Euro-Euphorie: Kölner Bundesliga-Krise immer bedrohlicher

Hoffenheims Sandro Wagner knockte den FC per Doppelpack aus.
Hoffenheims Sandro Wagner knockte den FC per Doppelpack aus.
© dpa, Marius Becker, mb gfh

05. November 2017 - 20:11 Uhr

Köln taumelt - Wahnsinn in Wolfsburg

Die umjubelten Europa-League-Gewinner des 1. FC Köln bleiben in der Fußball-Bundesliga nur ein Punktelieferant und rauschen ungebremst dem sechsten Abstieg der Clubgeschichte entgegen. Drei Tage nach dem ersten Sieg im Europacup seit 25 Jahren (5:2 gegen BATE Borissow) kassierten die Kölner in der Liga wieder eine ernüchternde 0:3 (0:1)-Heimniederlage gegen 1899 Hoffenheim. Beim 3:3 zwischen Wolfsburg und Hertha BSC ging es ungleich turbulenter zu.

Hoffenheim zu abgezockt

Mit kümmerlichen zwei Punkten bleibt der FC auch nach dem elften Spieltag abgeschlagen Tabellenletzter. Auch die erst vier Saisontore zu diesem Zeitraum wurden in der Bundesliga-Historie noch nie unterboten. Die abgezockten Hoffenheimer beendeten durch die Treffer von Eigengewächs Dennis Geiger (10.) und zweimal Sandro Wagner (56., Foulelfmeter/80.) dagegen nach vier Spielen ohne Sieg die längste Negativserie in der Amtszeit von Trainer Julian Nagelsmann und zeigten sich gut erholt vom späten Punktverlust in der Europa League bei Basaksehir Istanbul (1:1). Als Fünfter hat die TSG nur drei Zähler Rückstand auf den Tabellenzweiten RB Leipzig.

Schmidt kann weiter nur Remis

Im Abschlussspiel kam Trainer Martin Schmidt mit dem VfL Wolfsburg auch im siebten Anlauf nicht über ein Unentschieden hinaus. Nach einer turbulenten Partie, bei der vor allem die ersten 45 Minuten mehr Action zu bieten hatten als Alarm für Cobra 11, trennten sich die 'Wölfe' von Hertha BSC Berlin 3:3. Erst traf Vedad Ibisevic nach 20 Sekunden zur Gästeführung, dann erkannten die Videoassistenten in Köln zwei Wolfsburger Treffer durch Robin Knoche (7.) und Yunus Malli (29.) ab.  Zwischendurch hämmerte Mario Gomez (20.) auch noch einen Elfer an die Latte, ehe ebenjener gemeinsam mit Malli die Partie kurz vor der Pause drehte (41./44.).

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Joker Selke sticht

Doch die Hertha war stets in der Lage war zurückzuschlagen. Als Divock Origi (60.) Karim Rekiks Ausgleich zum 2:2 (53.) beantwortete und den VfL dem Sieg wieder nah brachte, stach Joker Davie Selke in der 83. Minute zum nicht unverdienten Endstand zu.

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