Nach Drohmails an Schwerter Schulen: Täter ist noch ein Kind

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18. Juni 2018 - 18:02 Uhr

Drei Wochen Angst an drei Schwerter Schulen

Bombendrohungen und Unterrichtsausfall: Rund drei Wochen war die Sorge bei Schülern, Eltern, Lehrern und der Polizei in Schwerte (Nordrhein-Westfalen) groß. Der Schrecken scheint jetzt ein Ende zu haben: Die Polizei konnte den mutmaßlichen Täter, der Drohbriefe an drei Schulen in Schwerte verschickte, ermitteln: Es ist ein Schüler, nicht mal 14 Jahre alt.

Schüler gesteht die Taten

"Er ist ein Schüler der betroffenen Schulen, aber noch ein Kind", sagte eine Polizeisprecherin des Kreises Unna. Da der Schüler jünger als 14 Jahre alt ist, müsse er wegen fehlender Strafmündigkeit keine juristischen Konsequenzen befürchten. "Wir hatten den Jungen schon länger im Verdacht und seinen Computer sowie sein Handy beschlagnahmt. Am vergangenen Freitag hat er die Tat zugegeben", so die Sprecherin. Der tatverdächtige Schüler hatte eine Geldforderung im hohen sechsstelligen Bereich gestellt.

Es ging ihm wohl um Aufmerksamkeit

Dabei sei es dem Schüler wohl nicht ernsthaft um eine Gelderpressung gegangen. "Anhand der Mails waren wir von Anfang an davon ausgegangen, dass es ihm wohl mehr um Aufmerksamkeit ging als um eine ernsthafte Drohung", sagte die Sprecherin.

Unterrichtsausfall getarnt als "hitzefrei"

Die Theodor-Fleitmann-Gesamtschule und lokale Medien hatten Ende Mai mehrere anonyme Drohungen mit Geldforderungen per E-Mail erhalten. Daraufhin hatte die Schulleitung beschlossen, den Unterricht an der Gesamtschule vorsorglich zunächst auszusetzen. Auch zwei benachbarte Realschulen reagierten.