2018 M11 9 - 20:43 Uhr

Der Mann überlebte auch das Massaker von Las Vegas im Oktober 2017

Nicholas Champion hatte Glück oder Pech - je nach dem, wie man es sehen will. Er überlebte nicht nur das Massaker am Donnerstag in Kalifornien, sondern auch den Anschlag des Scharfschützen in Las Vegas im letzten Jahr. Doch ans Weglaufen dachte er nicht. Wie der "Champion" nach der tödlichen Attacke reagierte, sehen Sie im Video.

In dem kalifornischen Lokal fand eine "College Country Night" statt

Es sollte ein fröhlicher Abend mit Country-Musik in einer Bar im US-Bundesstaat Kalifornien werden. Doch dann schoss der Ex-Marinesoldat Ian David Long um sich und tötete zwölf Menschen. Auch der der 28-Jährige ist tot. Weitere Menschen wurden verletzt, viele erlitten einen Schock. So auch Nicholas Champion. Der Fitness-Trainer überlebte nun schon das zweite Massaker.

Er war auch im letzten Jahr in Las Vegas dabei, als ein Mann von seinem Hotelzimmer aus das Feuer auf Besucher eines Country-Festivals eröffnete. 58 Menschen starben, mehr als 850 wurden verletzt. Es war der schlimmste Massenmord in der US-Kriminalgeschichte.

Champion und viele andere Country-Fans hinderte das aber nicht daran, auch weiterhin Konzerte zu besuchen. Wie er hätten sich Dutzende andere Überlebende zum Zeitpunkt der Schüsse am Abend in dem beliebten Lokal von Thousand Oaks befunden, sagt Champion.

Ermittler rätseln noch immer über das Motiv des Schützen

Nach den Schüssen in der Tanzbar rätseln die Ermittler weiter über das Motiv des Schützen. Der 28-jährige Ian David Long sei als Soldat der US-Marines bis 2011 mehrere Monate in Afghanistan stationiert gewesen, teilten die Behörden mit. Zuletzt hatte er bei seiner Mutter im kalifornischen Newbury Park gelebt. Von dort waren es nur wenige Kilometer zum "Borderline Bar & Grill" in Thousand Oaks nordwestlich von Los Angeles, wo Long das Blutbad anrichtete. Er selbst soll das Lokal häufiger besucht haben.

Die Spurensuche in der Bar, im Fahrzeug und im Elternhaus des Mannes könne Tage dauern, sagte FBI-Mitarbeiter Paul Delacourt. Die Bundespolizei unterstützt die Ermittlungen der lokalen Behörden. Es gebe aber keine Hinweise auf Mittäter, hieß es.

Möglicherweise habe Long unter posttraumatischer Belastungsstörung gelitten, sagte Sheriff Geoff Dean vom Bezirk Ventura County. Der Mann sei den Behörden zuvor mehrere Male aufgefallen. Der Sheriff sprach von geringfügigen Vorfällen, etwa im Straßenverkehr. Zuletzt seien Beamte im April wegen eines häuslichen Vorfalls zu seinem Elternhaus gerufen worden.