RTL.de
TV
GZSZ
Alles was zählt
Dschungelcamp
Der Bachel
DSDS
Now
News
Aktuelle Nachrichten, Schlagzeilen und Videos

Nach Datenskandal: Facebook-Chef Mark Zuckerberg gibt Fehler zu

Mark Zuckerberg: "Wenn wir das nicht können, haben wir nicht das Recht, Ihnen zu dienen"

Nach dem Datenmissbrauch-Skandal hat nun Facebook-Chef Mark Zuckerberg selbst Fehler zugegeben. In einer umfangreichen Stellungnahme ließ er seine Follower auf seiner Plattform wissen: "Wir haben die Verantwortung, Ihre Daten zu schützen, und wenn wir das nicht können, haben wir nicht das Recht, Ihnen zu dienen." Bundesjustizministerin Katarina Barley hat wegen des Skandals Facebook-Vertreter nach Berlin eingeladen.

Datenskandal um Cambridge Analytica

Anlass für den Post und die Entschuldigung Zuckerbergs ist der Skandal um die Analysefirma Cambridge Analytica, die Zugriff auf die Facebook-Daten von nahezu 50 Millionen Menschen gehabt haben soll. 

Im Zuge dessen gerät Facebook immer mehr in den Fokus der Ermittler. Die US-Verbraucherschutzbehörde Federal Trade Commission (FTC) hat der 'Washington Post' zufolge eine offizielle Untersuchung gegen den Social-Media-Giganten eingeleitet. Facebook soll gegen eine Einigung mit der Behörde zum Schutz der Nutzer verstoßen haben.

Justizministerin Katarina Barley spricht von "Gefahr für die Demokratie"

Bundesjustizministerin Katarina Barley verlangt von Facebook Auskunft
Bundesjustizministerin Katarina Barley hat Facebook-Vertreter nach Berlin eingeladen. © imago/Reiner Zensen, Reiner Zensen, imago stock&people

Der Fall der Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica zeigt, dass Dritte durch die detaillierte Auswertung von Facebook-Nutzerdaten Einfluss auf demokratische Prozesse nehmen können. Justiz- und Verbraucherschutzministerin Katarina Barley (SPD) hat die Machenschaften von Cambridge Analytica als "Gefahr für die Demokratie" bezeichnet. Sie verlangte von Facebook eine Stellungnahme gegenüber der Bundesregierung und hat Vertreter des Unternehmens ins Bundesjustizministerium eingeladen.

Dass Nutzer in sozialen Netzwerken "gegen ihren Willen ausgeleuchtet werden, um sie ganz gezielt mit Wahlwerbung oder Hass gegen den politischen Gegner zu bombardieren", ist laut Barley nicht hinnehmbar. Sie verwies auf die im Vergleich zu den USA deutlich strengeren Datenschutzregeln in Deutschland. Auch die EU-Justizkommissarin Věra Jourová verurteilte die "heftige Manipulation" von Meinungen, die sich in Wahlergebnissen zeigen könnte.

WhatsApp machte seine beiden Gründer zu Milliardären

WhatsApp-Mitbegründer Brian Acton distanziert sich von Facebook

Der Skandal um Cambridge Analytica sorgt nicht zuletzt bei WhatsApp-Mitbegründer Brian Acton für heftiges Kopfschütteln. Das dokumentiert er eindrucksvoll mit einem prägnanten Tweet: "Es ist Zeit! #LöschtFacebook", hieß es darin. Acton gründete WhatsApp 2009 zusammen mit Jan Koum. Der Verkauf der App an Facebook für mehr als 19,3 Millarden US-Dollar machte die beiden Geschäftspartner 2014 zu Milliardären.​

Brian Acton gründete WhatsApp 2009 zusammen mit Jan Koum.
WhatsApp-Gründer Jan Koum bei der Digital-Life-Design-Konferenz 2016 in München. © picture alliance

Doch während Koum auch heute noch für WhatsApp arbeitet, distanzierte sich Acton nach seinem Ausscheiden im Herbst 2017 von Facebook - unter anderm, indem er 50 Millionen US-Dollar in die Entwicklung der Nachrichtenapp Signal investierte, berichtet das 'Handelsblatt'.

Der Hashtag #deletefacebook gehörte am Mittwoch zu den meistdiskutierten Twitter-Themen.

Mehr News-Themen