Nach zwei Monaten Corona-Pause

Grundschüler in Schleswig-Holstein gehen wieder zur Schule

Coronavirus - Unterricht in Kiel
© dpa, Gregor Fischer, fis gfh mho

22. Februar 2021 - 14:19 Uhr

Präsenzunterricht und Regelbetrieb an Kitas

In zehn Bundesländern öffnen wieder Kindertagesstätten und Grundschulen, darunter auch in Schleswig-Holstein. Hier kehren Grundschüler zurück in die Schulen. In zehn Kreisen und kreisfreien Städten sind seit Montag auch die Kitas im Regelbetrieb. Mit mehreren Regeln und Angeboten will die Regierung für Sicherheit sorgen. Im Nachbarland Hamburg sind Schulöffnungen erst nach den Märzferien geplant.

Schüler und Lehrer müssen Masken tragen

Nach rund zwei Monaten Pause findet an Grundschulen in weiten Teilen Schleswig-Holsteins am Montag wieder Präsenzunterricht statt. Das ist neben Kiel und Neumünster in den Kreisen Dithmarschen, Nordfriesland, Ostholstein, Plön, Rendsburg-Eckernförde, Segeberg, Steinburg und Stormarn sowie auf Helgoland der Fall. Allerdings gilt für alle Lehrer, Schüler und Mitarbeiter die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Zunächst sollen Lesen, Schreiben, Rechnen sowie soziales Lernen im Vordergrund stehen. "Ich freue mich für die Kinder, die heute wieder in die Schule gehen können", so die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien (CDU) am Vormittag gegenüber RTL Nord. Das sei ein Hoffnungsvolles Zeichen.

Zweimal pro Woche Testungen für Lehrer und Erzieher

In den zehn Kreisen und kreisfreien Städten wechseln außerdem die Kitas am Montag in den Regelbetrieb unter Corona-Bedingungen. Für Sicherheit will das Land auch dadurch sorgen, dass sich alle Lehrer, Erzieher und Beschäftigte bis zu zweimal pro Woche kostenlos auf das Coronavirus testen lassen können. Das gilt auch für Kindertagespfleger sowie das Personal von Horten und offenen Ganztagsschulen. Insgesamt geht es um etwa 60.000 Menschen. Dafür hat die Landesregierung 17,2 Millionen Euro bereitgestellt. Natürlich gäbe es immer ein Restrisiko, erklärte die Ministerin heute. "Aber in Abwägung halten wir die Öffnung mit unseren Experten nicht nur für vertretbar, sondern für geboten." so Karin Prien.

Einige Kreise und Städte bleiben im Distanzunterricht

In der Stadt Flensburg und dem Kreis Schleswig-Flensburg gibt es an den Grundschulen wegen hoher Infektionszahlen vorerst nur Notbetreuung. Lediglich Abschlussklassen werden unterrichtet. Auch in Lübeck und dem Kreis Pinneberg (mit Ausnahme der Nordseeinsel Helgoland) wird das Distanzlernen in dieser Woche fortgesetzt. Vom 1. März an soll es dort Wechselunterricht an den Grundschulen geben.

Ab Jahrgang 5 bleibt es noch beim Distanzunterricht

Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hatte am Freitag betont, dass im Kreis Pinneberg bei weiter positiver Entwicklung zum 1. März wieder Präsenzunterricht an den Grundschulen möglich werden könnte. Eine Entscheidung sollte noch am Montag fallen. Auch für den Kreis Herzogtum Lauenburg soll dann entschieden werden, wie es ab März weitergeht. Bis 28. Februar findet an den dortigen Grundschulen auch nur Distanzlernen statt. Für die Jahrgangsstufen 5 bis 13 an den weiterführenden Schulen bleibt es weiterhin bis zum 7. März beim Lernen in Distanz und für die Abschlussklassen werden die Präsenzangebote fortgesetzt.

Auch für Fahrschüler gelten ab Montag in Schleswig-Holstein Lockerungen: Praktische Fahrschulstunden für die berufsbezogene Ausbildung sind wieder möglich.

Hamburg startet erst Mitte März

In Hamburg soll laut Schulsenator Ties Rabe (SPD) erst nach den Märzferien die Schule wieder im Präsenzunterricht starten. So kurz vor den Ferien noch einmal das gesamte Schulsystem auf neue Beine zu stellen, sei für alle Beteiligten nur auf dem Papier eine vernünftige Lösung, so der Schulsenator vor knapp zwei Wochen. Die Märzferien enden in Hamburg am 12.3.21.

Quelle: DPA / RTL.de