Geoffrey Woolf hat nicht aufgegeben

Nach Corona-Erkrankung: Brite (74) nach 306 Tagen endlich wieder zuhause

Nach 306 Tagen wieder zuhause
Nach 306 Tagen ist Geoffrey wieder zuhause - unterstützt wird er von seinen Söhnen und einem elektrischen Rollstuhl
Nicky Woolf

Geoffrey Woolf ist ein echter Kämpfer

Das Corona-Virus belastet seit über einem Jahr die ganze Welt. Eine lange Zeit, die Geoffrey Woolf (74) fast komplett im Krankenhaus verbrachte: 306 Tage hat er mit Auswirkungen des Virus zu kämpfen. Jetzt darf der Brite endlich wieder nach Hause.

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Abschiedsangst im Krankenhaus

Am 20. März 2020 brach der 74-Jährige zu Hause zusammen. Im Krankenhaus wurde er in ein künstliches Koma versetzt. Sein Leben hing so sehr am seidenen Faden, dass sich seine drei Söhne schon auf einen Abschied vorbereiten mussten.

"Beim ersten Mal, als wir ins Krankenhaus kamen, sagten sie uns, dass er keine Chance habe“, sagt sein Sohn Nicky Woolf. „Sie sagten, wir könnten hineingehen und uns verabschieden.“

Fünkchen Hoffnung für Geoffrey Woolf

Nach 306 Tagen wieder zuhause
Dass der 74-Jährige eines Tages wieder zuhause sein wird, war lange nicht klar.
Nicky Woolf

Bei einer letzten Untersuchung, um die seine Söhne baten, zeigte der Scan eine kleine Menge an Hirnaktivität. Für die Söhne ein neuer Hoffnungsschimmer. Und tatsächlich: Im Juli wachte der Mann auf. Nach einem Schlaganfall konnte er zwar nicht mehr richtig sprechen und eine Seite war gelähmt, aber Geoffrey Woolf lebt!

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Raus mit Applaus

127 Tage hatte er in verschiedenen Abteilungen im Whittington Krankenhaus im Londoner Ortsteil Islington verbracht – über die Hälfte mit Beatmungsgerät. Unter Applaus des Teams wurde er aus dem Krankenhaus entlassen und für weitere Reha-Maßnahmen ins Royal Hospital für Neurologie in Putney verlegt. Ein rührender Moment auch für seine Söhne: „Sein ganzes Team war da, um ihm Applaus zu spenden. Was für ein schöner Moment“, schreibt Sohn Nicky Woolf bei Twitter.

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Happy End für Geoffrey und seine Söhne

Nach 306 Tagen wieder zuhause
Geoffrey freut sich, dass er von seiner Familie umgeben ist.
Nicky Woolf

Es war schon ein großer Moment, als Geoffrey die erste Etappe abgeschlossen hatte. Nun standen ihm aber noch weitere 180 Tage Reha bevor. Dort wurde daran gearbeitet, dass er wieder Sprechen lernt. Außerdem bekam er solange Physiotherapie, bis ihn seine Ärzte für fit genug hielten, um ihn nach Hause zu schicken.

Für die drei Söhne war das eine besonders harte Zeit, da sie ihren Vater nicht sehen konnten: "Wir alle durchliefen eine sehr dunkle Zeit." Umso glücklicher dürften sie jetzt über die Nachricht gewesen sein, dass ihr Papa nach unglaublichen 306 Tagen endlich wieder nach Hause darf. Und zuhause erholt man sich ja bekanntlich am besten: "Das Beste daran, zu Hause zu sein, ist nicht im Krankenhaus zu sein", sagt Geoffrey. Und das Essen zu Hause schmeckt sicherlich auch besser als in der Klinik. Der 74-Jährige wünschte sich direkt standesgemäß ein gutes Steak. Nur der Wein – der schmeckt ihm seit seiner Corona-Tortur nicht mehr.

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