19. April 2019 - 15:54 Uhr

ADAC-Jet bringt bereits am Karfreitag 2 Verletzte nach Deutschland

Nach dem verheerenden Busunglück von Madeira befindet sich die Insel weiterhin in Schockstarre. 29 Menschen kamen bei dem Unfall ums Leben, 13 deutsche Verletzte werden noch in Krankenhäusern behandelt. Die meisten von ihnen wollen schnellstmöglich wieder nach Deutschland und nach Hause. Bereits am Karfreitag fliegt ein ADAC-Jet zwei Verletzte nach Hannover und Dresden. Wann und wie die Anderen nach Hause gebracht werden sollen, erklärt RTL-Reporter Dominique Fleckinger im Video.

Viele sind durch das Unglück traumatisiert

Bundesaußenminister Heiko Maaß hatte am Donnerstag den Unglücksort besucht und bereits angekündigt, die Verletzten schnellstmöglich wieder nach Deutschland bringen zu wollen. "Wir können in Deutschland nicht alle nur zuschauen und uns auf Ostern freuen", sagte er.

Viele der Überlebenden sind stark traumatisiert. Sie mussten miterleben, wie andere Passagiere umhergeschleudert und schwer verletzt wurden oder sogar starben. Eine Frau aus Deutschland erzählte in einem Interview: "Ich habe die Verletzungen der anderen Menschen gesehen, ich habe gedacht ich halt das gar nicht aus. Ich habe die Augen einfach zu gemacht und bin blind nach oben gekrabbelt. Weil sowas kann man sich nicht vorstellen."

Auch darum wollen viele so schnell wie möglich nach Hause – nicht etwa wegen einer schlechten medizinischen Versorgung.

Alle Todesopfer sollen bis Samstag identifiziert sein

Doch nicht nur die Menschen, die im Bus saßen, nimmt das Unglück sehr mit. Auch andere deutsche Urlauber vor Ort sind geschockt. "Gestern hat man mit ihnen noch zusammen gefrühstückt und gesprochen. Also nichts Tiefgründiges, aber einfach über den Urlaub: Wie lange bleiben Sie noch? Wie gefällt Ihnen Madeira? Und heute ist der Raum wie leer gefegt", erzählte ein Urlauber aus dem Hotel, vor dem der Unfall passierte.

Die Unfallursache ist weiter unklar, die Ermittlungen der Behörden laufen. Am Samstag soll die Identifizierung aller Todesopfer abgeschlossen werden – damit auch Angehörige endlich Gewissheit haben. Für diese schwierige Arbeit wurden auch Beamte des BKA nach Portugal geflogen.