Verletzter Busfahrer äußert sich zum ersten Mal

Nach Busunfall auf Madeira: Fahrer spricht von "technischem Versagen"

Madeira Busunglück - Trendtours Touristik
Madeira Busunglück - Trendtours Touristik
© dpa, Uncredited, jga fgj

21. April 2019 - 16:45 Uhr

Erste Informationen zur Unglücksursache

Nach dem schweren Busunglück auf Madeira mit 29 Toten gibt es jetzt erste Informationen zu der möglichen Ursache. Der verletzte Busfahrer spricht in einer örtlichen Zeitung von einem "technischem Versagen" seines Fahrzeugs.

Versagten die Bremsen?

Schwerer Unfall auf Madeira: Der Bus stürzte diesen Abhang hinunter und krachte in ein Haus.
Der Bus stürzte diesen Abhang hinunter und krachte in ein Haus.
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Die Regionalzeitung "Jornal da Madeira" berief sich in ihrem Bericht auf einen Vertreter der Verkehrsgewerkschaft auf der portugiesischen Urlaubsinsel, die den 55-Jährigen im Krankenhaus der Inselhauptstadt Funchal besuchte. Der verletzte Busfahrer gilt nach portugiesischen Medienberichten als sehr erfahren und zuverlässig. Der Mann war unmittelbar nach dem Unfall vom Mittwochabend in Funchal einem Alkoholtest unterzogen worden, der nach amtlichen Angaben negativ ausfiel. Die zuständigen Behörden gaben zu den laufenden Ermittlungen vorerst keine Informationen bekannt.

29 Tote in Madeira

Vor dem Unfall soll der Fahrer nach Aussagen von Überlebenden und Augenzeugen versucht haben, auf der abschüssigen, kurvenreichen Straße das Tempo des immer schneller werdenden Busses zu drosseln, indem er unter anderem eine Betonwand am Straßenrand streifte. Der Versuch schlug fehl: Der Bus stürzte den Abhang hinunter. Bei dem Unfall starben 29 Touristen, die nach bisherigen Erkenntnissen alle aus Deutschland stammten. "Wir sind rausgekrabbelt", berichtet ein überlebendes Paar. Wie Brigitte und Heinz G. den Unfall erlebt haben, erzählen sie im Video.

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Überlebende zurück in Deutschland

Die von der Bundeswehr nach Deutschland zurückgeholten Überlebenden der Buskatastrophe von Madeira haben die Heimreise gut überstanden.
Die von der Bundeswehr nach Deutschland zurückgeholten Überlebenden der Buskatastrophe von Madeira haben die Heimreise gut überstanden.
© REUTERS, RAFAEL MARCHANTE, /dam

Am Ostersamstag sind 15 Überlebende mit einer Sondermaschine der Bundeswehr zurück nach Deutschland gebracht worden. Ihnen "geht es den Umständen entsprechend gut", erklärte der Direktor der Unfallklinik in Köln-Merheim, Bertil Bouillon. Die Verletzten stammen aus Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg.