Ist das die richtige Lösung?

Nach Bluttaten in Texas und Ohio: Kugelsichere Schulranzen für US-Schüler

12. August 2019 - 11:22 Uhr

Kinder in der Schule vor Attentätern schützen

In den USA enden die Sommerferien und viele Eltern scheinen zu fürchten, dass nach den Massakern von El Paso und Dayton auch Amokläufe in den Schulen ihrer Kinder stattfinden könnten. Anders lässt sich wohl nicht erklären, warum sich in den USA aktuell kugelsichere Schulranzen so gut verkaufen. Reaktionen einiger Eltern zeigen wir im Video.

Sicherheit in der Schule für 120 Dollar?

Nach den Massakern von El Paso und Dayton, bei denen zwei Attentäter insgesamt über 30 Menschen erschossen, ist die Unsicherheit in den USA groß.

Vergangene Woche führte bereits die Fehlzündung eines Motorrads auf dem Times Square in New York zu einer Massenpanik.

Zu Beginn des neuen Schuljahres wächst daher bei vielen Eltern die Furcht, ihr Kind könnte in der Schule zum Opfer eines möglichen Amoklaufs werden. Um dem vorzubeugen, bieten einige Kaufhäuser sogenannte Panzer-Ranzen, also schusssichere Rucksäcke an. Für knapp 120 Dollar gibt es beispielsweise den "ProShield Scout", dessen Außenhülle laut Hersteller ein Neun-Millimeter-Geschoss abhalten kann.

Verkauf schnellt in die Höhe

Die Firma "Ready To Go Survival", die die kugelsicheren Ranzen anbietet, verzeichnet  Absätze in Rekordhöhe: Nach den Bluttaten von Dayton und El Paso wurden laut der Lokalzeitung "Houston Chronicle" innerhalb weniger Tage 300 schusssichere Rucksäcke verkauft – dreimal so viele wie sonst in einem ganzen Monat.

Die Taschen sollen bei einem möglichen Amoklauf zumindest den Oberkörper des Kinder sichern und wie eine Rüstung wirken. Kritiker werfen solchen Firmen vor, mit den Ängsten der Eltern Profit machen zu wollen.