Nach Babyleichenfund in Benndorf: Jetzt spricht ihre beste Freundin über die Gräueltaten von Steffi S.

23. März 2018 - 20:51 Uhr

Die 47-Jährige muss sich in Halle an der Saale vor Gericht verantworten

Die Details dieser Tat lassen einen erschaudern: Um dem Vater ihre Schwangerschaften zu verheimlichen, tötete die 47-jährige Steffi S. aus Benndorf (Sachsen-Anhalt) ihre zwei Babys und versteckte sie anschließend im Eisfach. Im Januar entdeckte Ex-Partner Uwe W. die eingefrorenen Säuglingsleichen - Jahre nach der Tat. In Halle an der Saale läuft nun der Prozess, die Anklage lautet auf Totschlag in zwei Fällen. Steffi S. hat am ersten Prozesstag ein umfassendes Geständnis abgelegt. Im Video erklärt die ehemals beste Freundin von Steffi S., was jetzt in ihr vorgeht. Sie war regelmäßig in der Wohnung der Verhafteten. "Allein diese Vorstellung: Im Schlafzimmer lagen die toten Babys..." Simone Bartel ist entsetzt.

Staatsanwalt: Die Babys "wurden von der Angeklagten erstickt oder sind ertrunken"

Ein Polizist steht am 03.01.2018 vor einem Haus in Benndorf (Sachsen-Anhalt). In einer Wohnung in diesem Haus hat die Polizei zwei tote Säuglinge gefunden. Die 46 Jahre alte Mutter wurde vorläufig festgenommen. Woran die beiden Kinder gestorben sind,
In Benndorf (Sachsen-Anhalt) tötete Steffi S. zwei Säuglinge und entsorgte sie im Eisfach.
© dpa, Jan Woitas, woi jhe

Die Obduktion der Kinder hatte ergeben, dass sowohl der Junge als auch das Mädchen voll lebensfähig waren. Steffi S. tötete ihre Neugeborenen in den Jahren 2004 und 2008. "Sie wurden von der Angeklagten erstickt oder sind ertrunken", wird Staatsanwalt Hendrik Weber in der 'Bild' zitiert. Mit ihrem damaligen Lebensgefährten Uwe W. (55) hatte Steffi S. bereits zwei Kinder. Der Mann hat außerdem noch Kinder aus erster Ehe. "Ich wusste, dass er nach Marcel und Selina keine weiteren Kinder mehr wollte", begründete Steffi S. ihre Tat.

Beim Prozessauftakt gestand sie die schaurigen Details. Steffi S. brachte die Kinder heimlich im Badezimmer zur Welt und ertränkte die Säuglinge in der Badewanne, um sie anschließend in einer Plastiktüte ins Eisfach zu stecken. Dort lagen die Leichname bis zu ihrem Fund im Januar.

"Ich habe nie daran gedacht, sie in eine Mülltonne zu werfen oder sie irgendwo anders zu entsorgen. Ich wollte sie bei mir haben. Es sind ja meine Kinder. Sie gehören ja trotzdem zu mir", sagte die Mutter vor Gericht. Der Prozess vor dem Landgericht Halle wird fortgesetzt.