Nach Ausbruch von Wölfen: Besucher-Plus im Wildpark Knüll

Ein Wolf läuft durch das Gehege des "Wildparks Knüll". Foto: Jörn Perske/dpa/Archiv
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23. Januar 2020 - 5:30 Uhr

Vor rund einem Jahr sorgten im nordhessischen Wildpark Knüll entlaufene Wölfe mehrere Wochen für Aufregung. Im Jahresverlauf hat die Einrichtung in Homberg-Efze danach ein deutliches Besucher-Plus erzielt. Es kamen 7500 Besucher mehr als im Vorjahr. Gezählt wurden rund 82.500 Besucher, wie der Schwalm-Eder-Kreis als Betreiber des Parks auf Anfrage mitteilte. Der Umsatz sei um zehn Prozent gestiegen, was aber auch an der Geburt dreier Jungbären gelegen haben könnte.

Der Landkreis bilanzierte: "Es scheint tatsächlich zu einem höheren Bekanntheitsgrad geführt zu haben. Es sind auch Besucher aus Bereichen gekommen, die nicht in unserer Nähe liegen." Das sehr große, über Wochen anhaltende Medieninteresse wegen der entlaufenen Wölfe habe sicherlich zu einer Steigerung beigetragen. Es sei der siebtbeste Besucherwert seit dem Bestehen des Parks im Jahr 1968.

Mitte Januar 2019 waren zwei Wölfe aus ihrem Gehege ausgebrochen, durch Maschendraht- und Stromzaun. Ein Tier wurde aus Sicherheitsgründen für die weiteren im Park lebenden Wildtiere noch auf dem Gelände erschossen, das andere wurde Wochen später überfahren in Baden-Württemberg entdeckt.

Zur Stärkung der Sicherheit investierte der Landkreis 46.000 Euro für bessere Zäune und eine Video-Überwachung. Wildparkleiter Wolfgang Fröhlich sagte: "Hundertprozentige Sicherheit gibt es zwar nicht. Aber wir sind uns sicher, dass wir sehr viel dafür getan haben, dass hier kein Wolf mehr entwischt."

Quelle: DPA