"Blick muss nach vorne gehen"

Nach Ausbootung: Versöhnliche Worte von Thomas Müller

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20. März 2019 - 11:38 Uhr

Müller hakt Thema ab

Die Trio-Ausbootung von Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng aus der Nationalelf kam besonders für Müller sehr unverständlich. Der Stürmer gab zur Entscheidung von Jogi Löw über die sozialen Netzwerke damals eine klare Meinung ab. Nun stimmt sich der 29-Jährige versöhnlich und begräbt das Kriegsbeil.

"Mehr Zeit für unsere Frauen"

"Ich habe klargemacht, wie es sich für die Jungs und mich angefühlt hat. Im Fußball-Geschäft gibt es Emotionen und Gefühle, aber es muss weitergehen", sagte Müller der 'Sport Bild'.

Nach Löws Entscheidung ihn künftig nicht mehr für die Nationalmannschaft zu berücksichtigen hatte Müller mit scharfer Kritik reagiert. "Hat mit Wertschätzung nichts zu tun", waren damals seine Worte. Nun sei es an der Zeit, die Friedenspfeife zu rauchen.

"Natürlich war im ersten Moment die DFB-Nachricht eine negative Überraschung", gab der Oberbayer zu. "Aber nicht nur im Profisport, im Leben allgemein gilt: Der Blick muss nach vorne gehen." Außerdem sieht Müller auch Positives in der ganzen Situation: "Wir drei haben jetzt mehr Zeit für unsere Frauen und Familienangehörigen."​

Müller zeigt Humor

Auch Mats Hummels kann das Thema mittlerweile mit Humor nehmen. "Das ist die gefühlt erste Länderspielpause in meinem Leben", sagte der Bayern-Verteidiger und schmunzelte: "Aber wann spielen die eigentlich?"

Also nochmal auch für Hummels: Die Nationalmannschaft spielt heute in Wolfsburg gegen Serbien (20.45/live bei RTL und im Stream bei TVNOW). Kann "Die Mannschaft" ohne das erfahrene Trio bestehen?