Ägypten

Nach Anschlag auf Touristenbus: Polizei tötet 40 mutmaßliche Terroristen

Sicherheitskräfte inspizieren den Bus, der am Freitag Ziel eines terroristischen Angriffs wurde.
Sicherheitskräfte inspizieren den Bus, der am Freitag Ziel eines terroristischen Angriffs wurde.
© dpa, Ahmed Abdelfattah, GHY pat

29. Dezember 2018 - 11:33 Uhr

Polizei zieht Konsequenzen aus Anschlag

Im In- und Ausland hat der Anschlag auf einen Touristenbus nahe der ägyptischen Stadt Gizeh für Entsetzen gesorgt: Vier Menschen starben, zwölf weitere wurden bei dem Angriff am Freitag verletzt. Für das Land sind Anschläge durch militante Gruppen auch wirtschaftlich ein Desaster, da potenzielle Touristen abgeschreckt werden. Als Reaktion auf den jüngsten Anschlag hat die ägyptische Polizei nun 40 mutmaßliche Terroristen getötet.

Staatliche Einrichtungen und Kirchen im Visier

Das ägyptische Innenministerium teilte am Samstag mit, dass die Verdächtigen in abgestimmten Einsätzen "in drei Terroristenverstecken" in Gizeh und im Norden der Sinai-Halbinsel getötet worden seien. Bei den Einsätzen töteten Sicherheitskräfte nach eigenen Angaben 40 mutmaßliche Terroristen.

Die Verdächtigen sollen eine Serie von Anschlägen gegen staatliche Institutionen, Tourismuseinrichtungn, Sicherheitskräfte und Kirchen geplant haben. Das berichtete das staatliche Fernsehen mit Verweis auf das Innenministerium.

Bei der Bombenexplosion am Freitagabend nahe der Pyramiden von Gizeh im Süden der Hauptstadt Kairo waren drei Touristen aus Vietnam und ihr ägyptischer Reiseführer getötet worden. Zwölf weitere Menschen wurden nach staatlichen Angaben verletzt.