16. April 2019 - 14:25 Uhr

Von Alpträumen getrieben soll ein Mann in Kempten eine Rentnerin ermordet haben - im Prozess gegen ihn hat der Beschuldigte zu den Vorwürfen geschwiegen. Der psychisch kranke 35-Jährige steht seit Dienstag vor dem Landgericht Kempten, weil er die 63-Jährige in deren Wohnung mit zahlreichen Stichen getötet haben soll. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er die Tat im Zustand der Schuldunfähigkeit beging. In dem Verfahren geht es um die Unterbringung des Deutschen in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Zu Beginn des Prozesses habe sich der Angeklagte nicht geäußert, berichtete ein Gerichtssprecher. Der Mann war im Juni unvermittelt bei einer Kemptener Polizeiinspektion erschienen und hatte die viereinhalb Jahre zurückliegende Bluttat zugegeben. Bis dahin hatte die Kripo den Mann gar nicht im Verdacht.

Wenige Tage vor Weihnachten 2013 war die 63 Jahre alte Rentnerin getötet worden. Der Täter hatte der Frau in den Hals geschnitten und dann 14 Mal in den Brustkorb gestochen. Nach Angaben der Ermittler redete sich der Beschuldigte ein, dass das Opfer - die Mutter eines Freundes - ihm nach dem Leben trachte.

Laut einem Gutachten leidet der Mann an einer paranoiden Schizophrenie. Die Staatsanwaltschaft glaubt, dass er deswegen in Freiheit weiterhin eine Gefahr für die Bevölkerung wäre. Das Urteil soll am 25. April verkündet werden.

Quelle: DPA